Rosenheim/Landkreis – „Rosenheimer Zeitsprünge“ heißt die neue, einmal wöchentlich erscheinende Serie der OVB-Heimatzeitungen, von OVB online und der 24er-Portale. Was darf der Leser beziehungsweise User von der Serie erwarten? Auf alle Fälle tolle Bilder aus den letzten Jahrzehnten, die sich mit einem Vorher/Nachher-Schieberegler in die Gegenwart verwandeln und sich mit einem Klick auch vergrößern lassen. Der Ludwigsplatz im Wandel der Zeit, das Bahnhofsgelände vor und nach der neuen Bebauung, der Max-Josefs-Platz, als noch Autos auf der heutigen Fußgängerzone fahren durften, das offene Rosenheimer Eisstadion in den 1960er-Jahren. Schon damals war die Mangfallkurve voll. Bilder und Beispiele gibt es viele.
Aus dem Fundus von
Herbert Borrmann
Vorerst sind es vorwiegend Fotos aus Rosenheim und der näheren Umgebung, die vor allen Dingen aus dem Fundus des CSU-Stadtrats Herbert Borrmann sowie vom ehemaligen OVB-Fotografen Stefan Trux und vom langjährigen OVB-Sportredakteur Hans-Jürgen Ziegler stammen.
Der hatte vor einem Jahr die Idee zu dieser ganz speziellen Zeitreise, als er die vielen einzigartigen Fotos, gesammelt, zusammengetragen und digitalisiert von Herbert Borrmann, beziehungsweise tolle Aufnahmen aus dem großen Archiv von Stefan Trux sah.
Borrmann und Ziegler sind gebürtige Rosenheimer, aufgewachsen in Küpferling, und Stefan Trux ist seit fast 60 Jahren mit der Innstadt verbunden und lebt in Großkarolinenfeld. Und diese Verbundenheit und Liebe zu Rosenheim wollen Borrmann, Trux und Ziegler mit dieser Serie unterstreichen und auch der jüngeren Generation näherbringen. Jetzt wurde die Idee auch technisch und natürlich fotografisch umgesetzt.
Der große Vorteil: Man kann diese Fotos nicht nur online genießen, sondern ausgesuchte Bilder werden auch in den OVB-Heimatzeitungen abgedruckt und gegenübergestellt. In der Auftaktfolge gibt es Bilder vom Bau der Westtangente, die am 17. September 2025 mit der Freigabe des letzten Abschnitts in Wernhardsberg fertiggestellt und eröffnet wurde.
Die Westtangente Rosenheim (auch B15a oder Westumfahrung Rosenheim) erstreckt sich über rund 11,3 Kilometer und soll die Innenstadt von Rosenheim vom stark gestiegenen Nord-Süd-Durchgangsverkehr entlasten. Dieses Infrastrukturprojekt war bisher das größte des Staatlichen Bauamts Rosenheim.
Das „Jahrhundertbauwerk“ war ein ambitioniertes, technisch anspruchsvolles Straßenbauprojekt, das sowohl juristisch als auch geotechnisch hohe Hürden meistern musste. Vier Bauabschnitte und spektakuläre Bauwerke – darunter die lange Aicherpark-Brücke und die Eisenbahnüberführung bei Wernhardsberg – prägen den Verlauf. Trotz Verzögerungen und Kostensteigerungen bringt das Projekt seit 2023 spürbare Entlastung im Verkehrsnetz. Mit der vollständigen Fertigstellung und der Einweihung am 17. September 2025 wurde eine neue Ära für die Mobilität rund um Rosenheim eingeläutet.
Seit der Teilfreigabe 2023 zeigen sich positive Effekte: Etwa 10.000 Fahrzeuge täglich konnten auf Nebenstrecken eingespart werden, was Stadt und Kolbermoor deutlich entlastet. Herausforderungen im Projektverlauf waren unter anderem schwieriger Baugrund: Seetonuntergründe verlangten innovative Mischgründungstechniken, zum Beispiel bei der Aicherpark-Brücke und anderen Bauwerken.