Wasserburg – Das Kunststück, das komplexe Leben von Unternehmer Markus Bauer in einem Satz zusammenzufassen, gelang am Ende der Trauerfeier Wolfgang Schmid, Vorsitzender der Wasserburger CSU: „Er war halt ein echter Löwe.“ Da passte sogar das Sternzeichen.
Markus Bauer mochte es, mitten in „seinem“ Wasserburg, der Innstadt mit dem Löwen-Wappen, zu leben und sich hier zu engagieren: als Unternehmer, Kommunalpolitiker, Förderer von Sport und Gemeinschaftsleben. Das Café Central, wie Bürgermeister Michael Kölbl in seiner Trauerrede festhielt, sei dafür nur eines von vielen Beispielen.
Viele Wegbegleiter
aus der Region
Entsprechend passend war es auch, dass die Familie des Verstorbenen zu einer öffentlichen Trauerfeier eingeladen hatte. Die Wasserburger und viele Wegbegleiter aus der Region, darunter auch Landrat Otto Lederer, ließen es sich nicht entgehen, sich von dem Löwen Markus Bauer zu verabschieden.
Alle Hände voll zu tun hatte die Feuerwehr Wasserburg, die vielen ankommenden Autos rund um den Friedhof am Herder zu lenken. Bald entpuppte sich auch die Aussegnungshalle als zu klein. Mehrere hundert Trauergäste mussten draußen bleiben. Doch trotz winterlicher Temperaturen verweilten sie gern, ausgestattet mit Mänteln, viele die Nasenspitzen vergraben in ihren Löwen-Schals, um Markus Bauer die letzte Ehre zu erweisen.
Viel zu früh, so stellte Pfarrer Bruno Bibinger fest, sei Markus Bauer aus dem Leben geschieden. Der Tod kenne leider keinen Kalender. Er komme oft unverhofft und unerwartet. Der Familie sei das Herz entrissen worden. Doch allein schon die große Anteilnahme der vielen hundert Trauergäste machte deutlich: Hier trauert eine ganze Stadt. Bürgermeister Michael Kölbl, Guido Egli, Mitglied des Aufsichtsrats bei der Bauer-Gruppe, Bastian Wernthaler, ehemaliger Vorsitzender des TSV Wasserburg, und Wolfgang Schmid, Vorsitzender der Wasserburger CSU, würdigten in ihren Reden den Löwen, den Stadtrat, den Unternehmer und Familienmenschen Markus Bauer.
Viele Aufgaben
gestemmt
Deutlich wurde vor allem eins: Er war ein Mann, der viele Rollen und Aufgaben innehatte, diese aber stets mit viel Eifer und Leidenschaft ausfüllte. Als Unternehmer zeigte er großen Innovationsgeist. Er leitete lange das Familienunternehmen, für das er zuletzt als Gesellschafter und Aufsichtsrat fungierte, und gestaltete von Beginn an die wegweisende Kooperation mit Mövenpick. Bei seinem unternehmerischen Tun verlor er nie die Familie aus dem Blick: „Bei Geschäftsreisen blieb spätestens am Flughafen immer Zeit, ein Geschenk zu kaufen“, würdigte dies Bauer-Aufsichtsratsmitglied Guido Egli.
Dem Wasserburger Markus Bauer, engagierter Kommunalpolitiker und Sportreferent, zollte auch Bürgermeister Michael Kölbl seinen Respekt: „Markus, danke für deinen Einsatz für die Stadt.“ Von Markus Bauer, dem passionierten CSU-Stadtrat, der immer ein offenes Ohr für andere hatte, verabschiedete sich Wolfgang Schmid, Vorsitzender der Wasserburger CSU: „Du bist und bleibst einer von uns.“ Und Markus Bauer, dem leidenschaftlichen Sportfan, dem Löwen-Förderer durch und durch, der sich am Spielfeldrand der Fußballer auch so manches Mal „köstlich aufregen“ konnte, zollte Bastian Wernthaler, ehemaliger Vorsitzender des Sportvereins, seinen Respekt: „Markus Bauer war ohne Zweifel eine der bedeutendsten Personen in der Geschichte des TSV Wasserburg. Wir verneigen uns vor deiner Lebensleistung.“
Eine Lebensleistung, der eine trauernde Stadt mit der Hymne „Einmal Löwe, immer Löwe“ Tribut zollte. Denn das war Markus Bauer, ein echter Löwe, der sich einsetzte für die Familie, für sein Unternehmen, die Stadt und den Sport.