Tuntenhausen – Auf der Kreisstraße RO18 zwischen Tuntenhausen und Thalacker ist es am Montagabend zu einem folgenschweren Verkehrsunfall gekommen. Wie die Polizeiinspektion Bad Aibling mitteilte, kam eine 32-jährige Frau aus dem Landkreis Rosenheim in einer Rechtskurve bei Schmidhausen mit ihrem Auto in den Gegenverkehr. Dabei kollidierte sie mit dem Fahrzeug eines 79-jährigen Mannes aus dem Landkreis Ebersberg.
Alle sieben Insassen der beiden Fahrzeuge wurden verletzt, zwei davon schwer. Unter den Verletzten waren auch zwei Kinder im Alter von vier Jahren. Die Verletzten wurden mit dem Rettungsdienst in umliegende Krankenhäuser gebracht. In ihrer Pressemitteilung gab die Polizeiinspektion Bad Aibling auch bekannt, dass sie und ein sachverständiger Gutachter die Ermittlungen zur Unfallursache aufgenommen haben. Auf OVB-Anfrage sagte ein Sprecher der Polizei: „Wir wissen, dass eine Person mittlerweile außer Lebensgefahr ist.“ Wie es den anderen sechs Insassen geht, dazu konnte er gestern keine weiteren Angaben machen.
Während die Polizei Zeugen und Fahrzeuginsassen vernimmt, wird der Gutachter den Unfallhergang rekonstruieren. So schaut der Gutachter zum Beispiel, welches Fahrzeug in welche Fahrtrichtung fuhr. „Mit welcher Geschwindigkeit beide Autos fuhren und was passiert wäre, wenn jemand langsamer gefahren wäre“, erklärt der Polizist. Was genau passiert ist, steht laut dem Polizisten erst in sechs bis acht Wochen fest. Denn so lange dauere es, bis wirklich alle Fakten gesichert sind. Allerdings geht man derzeit davon aus, dass der Unfall aufgrund von Glätte passiert ist.
Bis 21.55 Uhr war die Kreisstraße RO18 nach Angaben der Polizei komplett gesperrt. Im Einsatz waren neben der Polizei auch der Rettungsdienst mit zwei Rettungshubschraubern, sechs Rettungswagen, drei Notärzten und zwei Kindernotärzten.
Ebenfalls vor Ort waren auch die Einsatzleitung Rettungsdienst und die Feuerwehren Tuntenhausen, Beyharting, Bad Aibling und Ostermünchen mit insgesamt zehn Fahrzeugen sowie die Kreisbrandinspektion. Richard Schrank, Rosenheimer Kreisbrandrat, war ebenfalls vor Ort. „Wir waren gerade auf dem Weg zu einer Versammlung“, berichtet er. Mit circa 60 Einsatzkräften der Feuerwehren war er im Einsatz.
Und die hatten an der Unfallstelle viel zu tun. „Unsere Arbeit beginnt mit der Straßensperrung, damit kein weiteres Auto in die Unfallstelle fährt“, erklärt er. Während Einsatzkräfte die Stelle absichern und ausleuchten, unterstützen sie auch den Rettungsdienst bei der Bergung der Verletzten und dem Transport zu den Rettungswagen und Hubschraubern. „Es waren zwei Rettungshubschrauber im Einsatz, für die wir auch die Landeplätze ausleuchteten“, so Schrank. Nach ungefähr drei Stunden konnte die Unfallstelle wieder freigegeben werden. Jennifer Beuerlein