Schiene gebrochen: Störung in Stephanskirchen trifft Pendler, Auto- und Busfahrer

von Redaktion

Bahnstrecke München-Rosenheim-Salzburg gestern teilweise lahmgelegt – Erhebliche Verzögerungen und Ersatzverkehr

Stephanskirchen/Bad Endorf/Riedering – Am Bahnübergang in Stephanskirchen geht nichts mehr. Am gestrigen Donnerstagvormittag brach an der Kreuzung zwischen Simssee und Riederinger Straße eine Schiene und legte den Bahnverkehr teilweise lahm. „Es kommt aktuell zu Beeinträchtigungen auf der Strecke München–Rosenheim– Salzburg“, bestätigte eine Sprecherin der Deutschen Bahn auf OVB-Nachfrage. Die Folge: Kaum ein Zug kam mehr am Stephanskirchner Bahnübergang vorbei. Bereits gestern Mittag häuften sich die Meldungen von Verzögerungen und Ausfällen der Hauptverbindung. Doch nicht nur die Bahnfahrer mussten sich gedulden. Auch die Straße zwischen Stephanskirchen und Riedering musste komplett gesperrt werden. „Der Verkehr wird in beide Richtungen über Niedermoosen und Ziegelberg umgeleitet“, sagte Sibylle Gaßner-Nickl, Pressesprecherin des Rosenheimer Landratsamtes. Sowohl die Auto- als auch die Busfahrer müssen daher einen Umweg von rund zehn Minuten in Kauf nehmen. „Busse der Linien 496 und 497 werden eine kleinräumige Umfahrung nutzen. Die Linie 498 ist nicht betroffen”, sagt Gaßner-Nickl.

Die Straßensperre am Übergang betraf vorwiegend die Schüler, die mittags nach dem Unterricht nach Hause wollten. Die meisten konnten jedoch laut Landratsamt an den gewohnten Haltestellen aussteigen. Nur direkt am Stephanskirchener Ausstieg konnte der Bus nicht halten und die Schüler mussten ein „kleines Stücke extra“ zu Fuß gehen.

Deutlich härter traf es die Pendler mit der Bahn. Nach den aktuellen Meldungen kam es immer wieder zu Verzögerungen von bis zu einer Stunde oder kompletten Ausfällen. Teilweise sei es zum Ersatzverkehr zwischen Rosenheim und Bad Endorf gekommen, so die DB-Sprecherin. Grundsätzlich sei die Strecke jedoch eingleisig befahrbar. Man gehe davon aus, dass die zweite Schiene wieder „bis zum Abend“ repariert ist.

Ob dann auch direkt die Straße für den Verkehr wieder freigegeben werden kann, ist nicht sicher. „Wir haben den Antrag vonseiten der Bahn erhalten, die Straße bis spätestens Sonntagmorgen zu sperren“, erklärt Gaßner-Nickl. Erst wenn dieser wieder zurückgenommen wird, kann auch die Verbindung zwischen Stephanskirchen und Riedering geöffnet werden. Die Ursache der gebrochenen Schiene liegt laut der Bahn-Sprecherin am normalen Verschleiß. Dementsprechend werden die Gleise regelmäßig kontrolliert.

„Der Schienenbruch wurde am Mittwoch bei einer Inspektion entdeckt und eine umgehende Reparatur veranlasst“, heißt es vonseiten der Bahn. Reisende werden gebeten, sich vor einer Reise zwischen München und Salzburg über ihre Verbindung zu informieren.

Korbinian Sautter

Artikel 4 von 11