Sicherheitskonzept bewährt sich in Ruhpolding

von Redaktion

Polizeidirektor Gerrit Gottwald zeigt sich zufrieden – Fokus auf Abendveranstaltungen

Ruhpolding – Der Biathlon-Weltcup in der Chiemgau Arena ist aus Sicht der Polizei weitgehend friedlich verlaufen, nur bei den Abendveranstaltungen im Champions-Park kam es zu einigen Zwischenfällen.

Der Weltcup hat von Mittwoch, 14. Januar, bis Sonntag, 18. Januar, stattgefunden. Wie die Polizeiinspektion Traunstein mitteilt, betreute sie die sportlichen Wettkämpfe entlang der Strecke und das Rahmenprogramm im Champions-Park unter der Federführung von Polizeidirektor Gerrit Gottwald als verantwortlichem Einsatzleiter. Unterstützt wurde die Dienststelle von Beamten umliegender Polizeidienststellen und der Bereitschaftspolizei, von der alpinen Einsatzgruppe sowie von mehreren Diensthundeführern, um die größtmögliche Sicherheit für Athleten und Zuschauer zu gewährleisten.

Die Wettkämpfe in der Chiemgau Arena verliefen laut Polizei absolut störungsfrei und unproblematisch. Anders sah es bei den Abendveranstaltungen im Champions-Park aus: Dort kam es zu einzelnen Auseinandersetzungen zwischen zumeist alkoholisierten Personen. In diesem Zusammenhang registrierte die Polizei auch Beleidigungen gegenüber eingesetzten Beamten, zudem mussten Platzverweise ausgesprochen werden. Im Zusammenhang mit einer Widerstandshandlung wurde am Freitagabend ein Polizeibeamter leicht am Bein verletzt.

Am Samstagabend stellte der große Besucherandrang rund um den „Almstadl“ im Champions-Park eine weitere Herausforderung dar. Der Bereich unmittelbar vor dem Eingang musste nach Polizeiangaben durch Einsatzkräfte und Mitarbeiter des Sicherheitsdienstes teilweise geräumt und die Besucherströme vorübergehend umgelenkt werden. Ein 29-jähriger Besucher, der mit dieser Maßnahme nicht einverstanden war, beleidigte dabei einen Polizeibeamten und schlug auf ihn ein. Der Beamte blieb unverletzt. Dem alkoholisierten Mann wurde ein Platzverweis erteilt; er muss sich nun strafrechtlich verantworten.

Der letzte Veranstaltungstag am Sonntag entwickelte sich mit einer restlos ausverkauften Chiemgau Arena zum erwarteten Besuchermagneten. Nach Angaben der Polizei konnten die Einsatzkräfte auf Erfahrungswerte aus den vergangenen Jahren zurückgreifen und mit einem lageangepassten Verkehrskonzept die an- und abreisenden Zuschauerströme zielgerichtet steuern. Besonders die Abwanderung nach Veranstaltungsende sei eine logistische Herausforderung gewesen, habe aber durch das geduldige Mitwirken der Besucher gut bewältigt werden können.

In Relation zu den nach Polizeiangaben äußerst erfreulichen Zuschauerzahlen fiel die Zahl der registrierten Straftaten und Einsätze insgesamt sehr gering aus. Entsprechend zufrieden zeigte sich Polizeidirektor Gottwald beim Resümee des Einsatzes. Er betonte, man habe sich auch in diesem Jahr auf das bewährte und weiterentwickelte Sicherheitskonzept verlassen können und hob die professionelle und vertrauensvolle Zusammenarbeit mit Rettungsdiensten und Sicherheitsbehörden als Garant für einen reibungslosen und gelungenen Verlauf der Veranstaltung hervor. Mit Blick auf die Abendveranstaltungen wolle die Polizei ihren Fokus für kommende Veranstaltungen jedoch noch einmal schärfen, um weiterhin die größtmögliche Sicherheit zu gewährleisten. Mit dem Wissen und den Erfahrungen aus diesem Weltcup blicke Gottwald nach eigenen Angaben bereits jetzt zuversichtlich und mit Vorfreude auf den Weltcup im kommenden Jahr.

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