Polizei stoppt Transport von radioaktivem Stoff

von Redaktion

Erhebliche Sicherheitsverstöße auf der A93

Flintsbach – Bei einer Routinekontrolle eines kennzeichnungspflichtigen Spezialtransporters auf der A93 stellten Beamte des Gefahrgutkontrolltrupps des Polizeipräsidiums Oberbayern Süd jüngst erhebliche Sicherheitsverstöße beim Transport von vier Paketen des medizinisch genutzten radioaktiven Stoffs Lutetium-177 fest.

Fracht zu den Seiten hin
nicht abgesichert

Lutetium-177 ist ein wichtiges radioaktives Isotop, das in der Medizin zur gezielten Krebstherapie eingesetzt wird. Der 59-jährige italienische Fahrer, Angestellter einer italienischen Spedition, besaß keine gültige Genehmigung des Bayerischen Landesamtes für Umwelt, diesen Gefahrguttransport in Deutschland durchzuführen.

Weiterhin war die Ladungssicherung der Gefahrgutpakete mangelhaft: Die wertvolle und potenziell gefährliche Fracht war zu den Seiten nicht gesichert. Zudem befand sich eine Ladehilfe völlig ungesichert im Laderaum, was im Falle eines Bremsmanövers ein erhebliches Sicherheitsrisiko dargestellt hätte. Des Weiteren fehlte im Fahrzeug der obligatorische Unterlegkeil, der zur vorgeschriebenen Ausrüstung bei Gefahrguttransporten gehört. Aufgrund dieser Verstöße wurde dem Fahrer von den Beamten die sofortige Weiterfahrt untersagt.

Das Unternehmen schickte einen Ersatzfahrer. Erst nach dessen Eintreffen und der ordnungsgemäßen Sicherung der Ladung konnte der Transport schließlich fortgesetzt werden. Gegen den Fahrer, die Spedition und auch gegen den Verlader in Italien wurden Ordnungswidrigkeitsverfahren eingeleitet. Der Fahrer hinterlegte eine Sicherheitsleistung im dreistelligen Bereich.

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