Bergen – Die Gemeinde Bergen hat eine umfangreiche Stellungnahme zum Wasserrechtsantrag der Firma Adelholzener Alpenquellen vorgelegt. Darin warnt sie vor bereits bestehendem Grundwasserstress und fordert strengere Vorgaben für die Entnahme. Seit 2019 werde mehr Wasser gefördert, als sich neu bilde, heißt es unter Verweis auf ein geologisches Gutachten und eine Masterarbeit der TU München.
Trinkwasser vor wirtschaftlichen Interessen
Bürgermeister Stefan Schneider betonte laut Mitteilung, die öffentliche Trinkwasserversorgung habe Vorrang vor wirtschaftlichen Interessen, die beantragte Fördermenge dürfe weder Quellen noch Brunnen der Versorgung beeinträchtigen. Die Gemeinde sieht Hinweise, dass die aktuelle Entnahme die Stressgrenze der Grundwasserneubildung deutlich überschreitet und steht einer Erhöhung kritisch gegenüber.
Gefordert werden von Adelholzener unter anderem eine klare Abgrenzung der Einzugsgebiete der vier Brunnen, Höchstmengen je Brunnen sowie ein dreistufiges Monitoring mit jährlichem Bericht und regelmäßiger fachlicher Auswertung. Eine Genehmigung könne aus Sicht der Gemeinde nur erteilt werden, wenn Trink- und Grundwasser als Schutzgüter gewahrt bleiben und die Entnahme mess-, prüf- und nachsteuerbar geregelt ist. Nun sollen die Fachbehörden die Stellungnahme prüfen.