Rosenheim – Der Rosenheimer AfD-Kreisverband ist mit seiner Auftaktveranstaltung im Kolbermoorer Mareissaal jüngst in die heiße Phase des Kommunalwahlkampfes gestartet. Landratskandidat Andreas Winhart stellte in seiner Rede klar: „Wahlkampf ist für uns kein politisiertes Biertrinken im Wirtshaus, wir setzen auf Sieg!“
Auch eine linke Gegendemonstration konnte die Motivation der Teilnehmer der Veranstaltung nicht schmälern. Christian Demmel, Bürgermeisterkandidat für Kolbermoor, stellte die Bürgermeisterkandidaten und Spitzenkandidaten der AfD in den verschiedenen Gemeinden des Landkreises vor. Er kritisierte, dass die Orientierung auf die Belange der Bürger in Kolbermoor in der Vergangenheit abhandengekommen sei. Hier wolle man ansetzen. Unter Beifall versprach Demmel, im Falle seiner Wahl zum Bürgermeister dafür zu sorgen, dass der Stadtrat wieder als Vertretungsorgan der Bürger wahrgenommen wird und auch so handelt.
Danach stellte Moderatorin und Rosenheimer Stadtratskandidatin Martina Kranich die Bürgermeisterkandidatinnen und -kandidaten Silvia Groß aus Bad Aibling, Günther Kapser aus Schechen, Michael Maurer aus Rott und Fritz Kreutz aus Stephanskirchen vor, gefolgt von den Spitzenkandidaten für den Gemeinderat Thomas Lauricella aus Großkarolinenfeld und Roland Zeddies aus Feldkirchen-Westerham. Maximilian Leucht, Oberbürgermeisterkandidat in Rosenheim, präsentierte das Programm der AfD für die Stadt Rosenheim.
Den Abschluss bildete die Rede von Landratskandidat Andreas Winhart. Er stellte das Zwölf-Punkte-Programm der AfD für die Landkreis-politik für die kommenden sechs Jahre vor. Dazu zählen nach AfD-Angaben bekannte Forderungen nach einem Sporthallenbad im westlichen Landkreis sowie dem Einstieg des Landkreises in die Altenpflegebetreuung im Rahmen der Daseinsvorsorge.
Mit Blick auf zahlreiche juristische Auseinandersetzungen um Asylunterkünfte sagte Winhart, man solle lieber auf ein „Abschiebezentrum“ setzen als auf weitere Unterkünfte. Als Schwerpunktthemen für die kommenden Jahre nannte er außerdem eine solide Haushaltsführung im Landratsamt, den Umgang mit der Digitalisierung sowie die Mitgliedschaften in Zweckverbänden und die Beteiligungen des Landkreises.