Fünf Kälber sterben bei Stallbrand in Bad Feilnbach

von Redaktion

Großaufgebot an Einsatzkräften verhindert Großbrand – Mehrere Personen verletzt

Bad Feilnach – Ein Großaufgebot an Feuerwehren, Polizei und Rettungskräften eilte gestern in den Bad Feilnbacher Ortsteil Eulenthal. Dort war ein Viehstall in Brand geraten, wobei mehrere Kälber ums Leben kamen. Vier Personen erlitten zudem Rauchgasvergiftungen.

Der Alarm wurde laut Kreisbrandrat Richard Schrank um 12.39 Uhr ausgelöst. „Es handelte sich um einen Brand in einem Kälberstall, der von innen ausgelöst wurde“, erklärt er gegenüber dem OVB. Kurz darauf waren zahlreiche Kräfte der Freiwilligen Feuerwehren Dettendorf, Au, Niklasreuth, Bad Aibling, Miesbach, Irschenberg und Berbling sowie zwei Notärzte, vier Rettungswagen und sechs Polizeibeamte aus Brannenburg vor Ort.

„Zu dem Zeitpunkt hatten der ansässige Bauer und die Bäuerin mit einem Nachbarn bereits erste Löschmaßnahmen ergriffen und den Brand so weit im Griff“, sagt Schrank.

Am frühen Nachmittag, während die Beamten noch vor Ort waren, bestätigte auch ein Sprecher der Polizeiinspektion (PI) Brannenburg den Einsatz gegenüber dem OVB, ohne nähere Angaben zum Ablauf machen zu können. Wenig später teilte die PI dann mit, dass ein Landwirt im Gemeindegebiet Bad Feilnbach zunächst eine starke Rauchentwicklung in seinem Viehstall bemerkt hatte.

Trotz seines sofortigen Eingreifens und des anschließenden „Ablöschens“ durch die Feuerwehren konnten fünf Kälber aus dem brennenden Stall nicht mehr gerettet werden. Die schnelle Alarmierung über die Rettungsleitstelle, die sofortigen Löschmaßnahmen der Bewohner des bäuerlichen Anwesens sowie das schnelle Eintreffen der Einsatzkräfte am Brandort hätten jedoch einen Großbrand verhindert, so die Polizei. „Der Stall ist nicht abgebrannt, aber die Außenfassade wurde beschädigt, die Kunststofffenster sind beispielsweise geschmolzen“, ergänzt Kreisbrandrat Schrank.

Der Gesamtschaden dürfte sich laut ersten Schätzungen auf über 30.000 Euro belaufen, heißt es in einer Polizeimeldung. Bei den Löscharbeiten zogen sich zudem insgesamt vier Personen Rauchgasvergiftungen zu, darunter auch ein Feuerwehrmann. Die Verletzten wurden zur weiteren Versorgung in ein Krankenhaus gebracht.

Wie es zu dem Brand im Kälberstall kommen konnte, dazu gibt es bislang keine Erkenntnisse, wie Kreisbrandrat Schrank auf Nachfrage erklärte. Die Ermittlungen zur Brandursache werden durch Kräfte der Polizeiinspektion Brannenburg geführt.

Etwa 20 Kälber konnten bei dem Einsatz gerettet werden und wurden mit Unterstützung anliegender Landwirte in anderen Stallungen untergebracht. Die verendeten Tiere wurden beseitigt. Auf OVB-Anfrage erklärte dazu eine Sprecherin des Landratsamtes Rosenheim, dass in diesem und vergleichbaren Fällen das Veterinäramt nicht eingeschaltet werde. Dies wäre nur der Fall, wenn es sich um Betriebe mit großer Milchviehhaltung handeln würde, wo möglicherweise Kühe durch große entstandene Schäden nicht im entsprechenden Betrieb bleiben könnten.

Rund zwei Stunden nach der Alarmierung konnten die letzten Feuerwehrfahrzeuge den Einsatzort im Gemeindegebiet Bad Feilnbach wieder verlassen.

Nicolas Bettinger

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