Rosenheim – In großer Runde sind kürzlich auf dem Baufeld des Erweiterungsbaus für die Technische Hochschule Rosenheim Bemusterungen durchgeführt und wichtige Entscheidungen getroffen worden.
Bei winterlichen Temperaturen stand die Bemusterung der beiden Fassaden des geplanten Gebäudekomplexes an. Die Begutachtung erfolgte an einem sogenannten „Fassaden-Mockup“ direkt auf dem Baufeld. Dabei handelt es sich um ein Vorführmodell, eine Nachbildung, die im Aussehen der späteren Holzfassaden exakt entspricht. Gemeinsam mit Behördenleiterin Doris Lackerbauer und dem Projektteam des Staatlichen Bauamtes Rosenheim beurteilten die Technische Hochschule mit ihrem Präsidenten, Professor Heinrich Köster, sowie die „ArGe TH Rosenheim“, Rubner Holzbau und Hochtief Infrastructure, und die mit der Generalplanung beauftragten karlundp Architekten sowie die Projektsteuerung, Hitzler Ingenieure, die Bemusterung.
Dank der Bemusterung ist es möglich, sich schon in einem frühen Planungsstadium ein realistisches Bild der Fassadengestaltung zu machen und die architektonische Qualität abzusichern. Technische Details kamen bei der Bemusterung ebenso zur Sprache wie Farbe und Wirkung bei unterschiedlichsten Lichtverhältnissen. Der Erweiterungsbau für die Technische Hochschule Rosenheim wird in einer Holzhybridbauweise entstehen, bei der ein möglichst hoher Holzbauanteil umgesetzt wird. Zu sehen sind auf dem rund 17 Meter hohen „Mockup“-Gebäude, das am Rande des großen Baufelds an der Westerndorfer Straße in Rosenheim steht, zwei verschiedene Fassadenmuster. Eine Seite zeigt die Fassade des späteren Hauptgebäudes des Technologieparks, die zweite Seite zeigt die Fassade des späteren Studierendenzentrums. Es handelt sich dabei jeweils um eine Holzfassade mit einer Außenschalung in Weißtanne in verschiedener Farbigkeit. Beim Hauptgebäude sind oberhalb der Fensterstürze PV-Elemente für die Stromversorgung und Verschattung der Fensterflächen vorgesehen. Im Inneren des großzügigen „Mockups“ sind Besprechungsräume und die Baustellencontainer untergebracht. Seit dem Spatenstich im Juli 2025 laufen die Arbeiten und die weiteren Planungen für den komplexen Neubau. Entstehen wird ein innovativer Technologiepark, bestehend aus einer großen flexibel nutzbaren Versuchshalle und dem Hauptgebäude mit Laborflächen für Forschung und Lehre. Diese sind mit einem großzügigen überdachten Anlieferhof verbunden. Als zentrales Element für den Gesamtcampus wird das Studierendenzentrum realisiert, das neben einem digitalen Lernzentrum auch eine neue Mensa sowie den Studierendenservice beinhalten wird. Anhand des „Mockups“ lässt sich nun schon die jeweils eigene Architektursprache der Gebäudeteile erkennen.
Erforderlich ist der Neubau wegen des starken Wachstums der TH Rosenheim und vor allem mit Blick auf die wichtige Forschung und Lehre in zentralen Zukunftsfeldern. Bauherr dieser Maßnahme ist der Freistaat Bayern, vertreten durch das Staatliche Bauamt Rosenheim.