Steckbrief

von Redaktion

Rosenheim – Was sind Ihre Themenschwerpunkte für den Landkreis Rosenheim? Das wollten wir von Landratskandidatin Alexandra Burgmaier (SPD) wissen. Das ist ihr Beitrag.

Burgmaier: Wir befinden uns in Zeiten, in denen wir auch in unserem Landkreis vor immer größeren Herausforderungen stehen. Die Entscheidungen, die im Kreistag getroffen werden, haben direkte Auswirkungen auf das Leben von vielen hunderttausend Menschen – sei es in den Bereichen Bildung, Verkehr, Wohnen, Umweltschutz, Gesundheit oder soziale Infrastruktur.

Dieser Verantwortung bin ich mir mit meiner Kandidatur bewusst. 30 Jahre Mandatserfahrung in der Kommunalpolitik und davon 15 Jahre als stellvertretende Landrätin haben mich auf diese Aufgabe vorbereitet!

Mobilität für alle:

Unser öffentlicher Nahverkehr (ÖPNV) mit Bussen und Ruftaxis muss, sinnvoll mit dem Fahrplan der Bahn vertaktet, zukunftsfähig und barrierefrei ausgebaut werden. Der Landkreis hat auf- grund der Initiative der SPD-Fraktion ein ausgezeichnetes Mobilitätskonzept entwickelt, das viele Probleme lösen würde.

Doch die Corona-Pandemie hat die Umsetzung stark zurückgeworfen. Jetzt müssen ausreichend finanzielle Mittel für den Ausbau des ÖPNV eingesetzt werden, damit Mobilität ohne eigenes Fahrzeug in unserem Landkreis als wirkliche Alternative zum Auto entwickelt werden kann.

Ausgezeichnete Gesundheitsversorgung:

Schon jetzt sind wir strategisch mit unseren Romed-Kliniken in Bad Aibling, Prien, Rosenheim und Wasserburg auf einem guten Weg. Diese Entwicklung muss fortgeführt werden, um eine hochqualitative Gesundheitsversorgung in der Region – gerade im Notfall wohnortnah – weiter zu gewährleisten. Der Fortbestand unserer Kliniken sowie der Ausbau ihrer Wettbewerbsfähigkeit ist und bleibt daher eine zentrale Herausforderung.

Bezahlbarer Wohnraum:

Die Aktivität der landkreiseigenen Wohnbaugesellschaft, die ebenfalls von der SPD-Fraktion initiiert wurde, soll deutlich erhöht werden. Der Landkreis muss seine 46 Kommunen mit Fachwissen und Engagement dabei unterstützen, bezahlbaren Wohnraum in den einzelnen Gemeinden zu schaffen. Bezahlbarer Wohnraum ist auch die Voraussetzung dafür, dass junge Menschen ihre Heimat nicht verlassen müssen oder dass sich für Berufsfelder, in denen man nur mäßig verdient, überhaupt noch Arbeitskräfte in der Region finden lassen.

Klimaschutz und Nachhaltigkeit:

Der Klimawandel ist eine der größten Herausforderungen unserer Zeit – und auch unser Landkreis soll seinen Anteil bei der Bekämpfung dieser globalen Krise nutzen. Es müssen Mittel für die Förderung von Klimaschutzprojekten und nachhaltigen Initiativen eingesetzt werden.

Hierzu gehören der Ausbau erneuerbarer Energien sowie die Förderung von Biodiversität. Besonders wichtig ist mir dabei, dass Umweltschutz nicht nur als Aufgabe für einen Verwaltungsapparat verstanden wird, sondern als Gemeinschaftsaufgabe, in die die Bürgerinnen und Bürger sich aktiv einbringen können.

Sozialer Zusammenhalt:

Wir erleben zunehmend die Auswirkungen von sozialer Ungleichheit, die durch die steigenden Lebenshaltungskosten noch verstärkt werden. Auch deshalb ist es aus meiner Sicht besonders wichtig, dass das Wirken des Landkreises klar auf soziale Gerechtigkeit und Chancengleichheit ausgerichtet ist.

Unzufriedenheit nicht
populistisch schüren

Unzufriedenheit, die heutzutage populistisch von rechts geschürt wird, ist häufig der Nährboden, der dazu führt, dass Bürgerinnen und Bürger eine „innere Kündigung“ gegenüber Staat und Gesellschaft aussprechen. Dies gilt es zu verhindern, niemand darf in unserer Gesellschaft verloren gehen! Der Landkreis Rosenheim soll deshalb nicht nur ein wirtschaftlich starker, sondern muss auch ein sozial gerechter Landkreis sein!

Mehr Mobilität und Wohnungen für alle

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