Steckbrief

von Redaktion

Rosenheim – Was sind Ihre Themenschwerpunkte für den Landkreis Rosenheim? Das wollten wir von Landratskandidat Martin Bauhof (Die Linke) wissen. Das ist sein Beitrag.

Bauhof: Wohnen darf nicht arm machen.

Mein Name ist Martin Bauhof, und ich finde, Wohnen darf nicht arm machen. Mein oberstes Ziel als Landrat ist, dass alle hier ein echtes Zuhause haben und niemand mehr wegziehen muss, weil er oder sie keine Wohnung findet.

Derzeit leben drei Viertel aller Bewohner*innen im Landkreis Rosenheim in Gemeinden mit angespanntem Wohnungsmarkt. In Kolbermoor, Bruckmühl und weiteren Gemeinden sind die Mieten bei Neuvermietungen in den letzten fünf Jahren stärker gestiegen als in München, Hamburg oder Berlin. Das muss ein Ende haben – Wohnen darf nicht arm machen!

Dazu werde ich die Wohnungsbaugesellschaft des Landkreises beauftragen, wo es nur geht bezahlbaren Wohnraum für alle zu schaffen. Mehr bezahlbare Wohnungen, die dem Landkreis – also uns allen – gehören, helfen nicht nur denen, die drin wohnen, sondern drücken die Mieten überall.

Außerdem will ich die Gemeinden dabei unterstützen, gegen Mietwucher und Leerstand vorzugehen. Diese kleinteilige Arbeit ist besonders in kleineren Gemeinden schwer umsetzbar. Koordiniert und zusammen ist es viel einfacher, leer stehende Wohnungen wieder zu vermieten und Mietwucher zu bestrafen. Denn Wohnen darf nicht arm machen.

Bus und Bahn –
im ganzen Landkreis

Die Ausweitung des MVV auf unseren Landkreis hat die Situation der „Öffis“ bei uns definitiv vereinfacht. Dennoch bestehen riesige Lücken. Insbesondere der Busverkehr im Landkreis ist unterirdisch. Er orientiert sich ausschließlich an den Schulzeiten und selbst da sind die Fahrtzeiten und Linienführungen zum Teil grottenschlecht. Als Landrat werde ich auf die beteiligten Akteure zugehen und eine Netzplanung in die Wege leiten, die zuverlässige und regelmäßige Fahrten und Anschlüsse gewährleistet.

Zum Zweiten sollte der Landkreis das 365-Euro-Ticket für alle Schüler*innen bezahlen. Die Absurdität, dass Kinder je nachdem, wo sie zur Schule gehen, kostenlos bis Landshut oder Kaufering fahren dürfen – oder zahlen müssen, wenn sie ins Nachbardorf wollen –, will ich beenden. Selbstständig unterwegs sein zu können, bedeutet für Kinder und Jugendliche Freiheit. Die will ich ihnen ermöglichen.

Krankenhäuser müssen
gesund machen, nicht reich

Die Schließung mehrerer Stationen in der Schön-Klinik in Vogtareuth hat mal wieder gezeigt, dass unsere Gesundheit nicht zum Verkauf stehen darf. Ich finde es unverschämt, dass immer mehr Krankenhäuser nicht mehr vorrangig dazu da sind, uns gesund zu machen, sondern die Besitzer immer reicher. Das will ich ändern und dafür sorgen, dass alle Krankenhäuser im Landkreis wieder uns allen gehören. Wenn ein Betreiber, wie die Schön-Klinik in Vogtareuth, nicht dazu in der Lage ist, ein funktionierendes Krankenhaus zu führen, muss er es eben abgeben – im Zweifel auch ohne Ersatzleistung. So viel sollte uns unsere Gesundheit wert sein.

Ich werde kein Landrat –
helfen werde ich weiterhin

Auch wenn ich nicht Landrat werde, hoffe ich, im nächsten Kreistag zu sitzen. Dieses Mandat möchte ich nutzen, um unsere Hilfsangebote auszubauen.

Mit unserer Sozialsprechstunde helfen wir von der Linken seit über zwei Jahren bei Anträgen, Ärger mit Ämtern, Vermietern oder Chefs und anderen Alltagskrisen. Jeden Mittwoch von 18 bis 20 Uhr findet die Sprechstunde in der Steinbökstraße 14 in Rosenheim statt. Außerdem vereinbaren wir gerne Termine zu anderen Zeiten. Denn: Kein Problem ist zu klein.

Mein Name ist Martin Bauhof und ich finde, Wohnen darf nicht arm machen!

Wohnen darf nicht arm machen

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