Ich verschenke gerne rote Herzen. Mit einem Klick. Wenn ich auf dem Handy eine nette Nachricht bekommen habe, schicke ich oft ein Herz zurück. Zum Valentinstag werden in den kommenden Tagen die Herzen wieder millionenfach durch die Welt wandern. Sie stehen für die Liebe und die Botschaft „Du bist mir wichtig“. Trotzdem bleibt trotz all der Herzen im Handy manchmal ein leeres Gefühl zurück, weil wir hoffen, auch wirklich als Mensch gemeint und geliebt zu sein. Das ist irgendwie eine Ursehnsucht ganz tief in unserem Herzen.
In der Bibel gibt es keine Emojis. Aber Sätze, die für mich so etwas wie „Herz-Sätze“ sind. Da spüre ich beim Lesen, dass sich etwas in meinem Inneren bewegt und mich berührt. Ein solcher Satz heißt: „Ich habe dich bei deinem Namen gerufen. Du bist mein.“ Das ist Gottes Valentinsbotschaft. Leise, beständig und unerschütterlich. Nicht, weil wir perfekt sind und weil wir alles richtig machen, sondern weil er uns liebt, so wie wir sind. Vielleicht gibt es zum Valentinstag in den kommenden Tagen manche schönen Überraschungen. Vielleicht aber auch wieder schmerzliche Enttäuschungen, wenn ein erhofftes Signal oder eine Nachricht ausbleibt.
Liebe und Zuneigung ist aber ohnehin wertlos, wenn sie nur auf einen einzigen aufgeblähten Valentinstag im Jahr reduziert wird. Gottes Liebe ist mehr als ein flüchtiger Gruß. Sie ist eine Zusage! Für heute, für morgen und für unser ganzes Leben. Ein Herz im Chat ist schön. Aber Gottes Herz für uns ist größer. Und es schlägt auch dann, wenn andere uns vergessen haben.