Rosenheim – Sie strahlt übers ganze Gesicht. Doch genießen kann Franziska Scharte (64) das Ganze noch nicht. Dafür ist alles zu aufregend. Scharte steht mitten im Ausstellungsraum von City-Autopartner Kolbermoor, wo die offizielle Übergabe mit Vertretern der OVB-Chefredaktion und City-Autopartner stattfindet. Das Fahrzeug, das direkt vor der Frau aus Söchtenau steht, gehört ab sofort ihr: der „Mazda 2 Hybrid“, den es bei der Weihnachtsspendenaktion der OVB-Heimatzeitungen unter der Dachmarke HeimatLichter zu gewinnen gab. Ihr Glück kann sie immer noch nicht ganz fassen.
Das sei auch schon so gewesen, als sie erfahren hat, dass sie die Gewinnerin ist. „Ich musste erst einmal zwei Nächte darüber schlafen, bis ich es realisieren konnte“, sagt Franziska Scharte. Die 64-Jährige arbeitet im Büro der Elektro-Installateur-Firma ihres Mannes und bei Möbel Rieder in Bad Endorf. Ende Januar kam der Anruf – sie ist die eine Gewinnerin unter fast 16.000 Spendern. „An dem Tag konnte ich mich vormittags gar nicht mehr konzentrieren“, sagt sie.
Ihre Tochter Andrea Weiß erinnert sich noch daran, dass sich die Familie anfangs sogar mehr freuen konnte als ihre Mutter. „Die konnte das gar nicht richtig glauben“, sagt sie. Wann gewinnt man denn auch ein Auto? „So viel Glück hat man wahrscheinlich nur einmal im Leben“, sagt Franziska Scharte. An wen der Mazda 2 Hybrid, der von City-Autopartner Kolbermoor für die Weihnachtsspendenaktion der OVB-Heimatzeitungen unter der Dachmarke HeimatLichter gesponsert wurde, in der Familie geht, steht noch nicht endgültig fest. „Für meine Töchter ist der Wagen wahrscheinlich zu klein, aber wir diskutieren das noch aus“, sagt die Gewinnerin und lacht. Das OVB lese sie bereits seit 40 Jahren. „Beim Kaffee am Morgen liegt immer die Zeitung daneben“, sagt Scharte. Habe sie mal nicht so viel Zeit, lese sie nur die Überschriften. Aber das Papierformat ist ihr wichtig: „Mein Mann liest schon online, aber ich brauche die Zeitung, ich brauche etwas in der Hand“, sagt sie. So verfolge sie auch jedes Jahr die OVB-Weihnachtsspendenaktion, an der sie sich bereits seit Jahren beteilige. „Das gehört bei uns einfach dazu, dass man am Jahresende etwas spendet“, sagt Franziska Scharte.
In der Woche vor Weihnachten habe sie die Spenden eingereicht und die Summe auf ihre ganze Familie verteilt: auf sich, ihren Mann und ihre zwei Töchter. „Damit die Chancen höher sind, dass wir etwas gewinnen. Das hat scheinbar geklappt“, sagt Scharte und muss lachen. Doch sie hat natürlich nicht nur gespendet, um ein Auto zu gewinnen. Ausschlaggebend ist für sie, dass die OVB-Weihnachtsspendenaktion jedes Jahr Geld für Projekte in der Region sammelt. „Auch in unserer unmittelbaren Umgebung gibt es Menschen, die Unterstützung brauchen. Da ist es schön, helfen zu können.“
Bei der OVB-Weihnachtsspendenaktion 2025 unter der Dachmarke HeimatLichter werden drei Projekte aus der Region unterstützt, die die Lebensqualität von Kindern mit Handicap fördern. Mit der stolzen Gesamtsumme von 940.310,99 Euro kann nun eine Menge bewegt werden.
Hauptbegünstigter wird das „Haus Marini“ in Brannenburg sein. Ein Ort, an dem eine Versorgungslücke geschlossen wird: Das Haus bietet eine dem Grad der Behinderung und dem Alter angepasste Freizeitgestaltung. Das Angebot gibt es als Kurzzeit- und Tagespflege samt Übernachtungsmöglichkeit, um Kindern und Eltern zu helfen.
Außerdem geht ein weiterer Teil der Spendensumme an das „Hilfswerk Aschau“ und an den Verein „Leben mit Handicap“ in Prien am Chiemsee. „Es ist ein starkes Signal unserer Leserinnen und Leser, dass heuer etwa 16.000 Einzelspenden im Zuge unserer HeimatLichter-Weihnachtsaktion eingegangen sind“, sagt Christoph Maier, Chefredakteur OVB MEDIA. Ihn persönlich freue es außerordentlich, dass die Gesamtsumme vom Vorjahr nochmals getoppt wurde und so die wichtigen sozialen Projekte unterstützt werden können. „Ein herzliches Dankeschön an alle, die gespendet und so zu diesem großen Erfolg beigetragen haben! Herzlichen Dank auch an die Auto-Eder-Gruppe, die den Mazda 2 Hybrid gestiftet hat“, sagt der Chefredakteur. Sophie Mischner