Hamberger verkauft Sparte

von Redaktion

Das Traditionsunternehmen Hamberger aus Stephanskirchen hat seine Bodenbelags-Sparte an den Münchner Investor Mutares verkauft. Die Produktion an den Standorten in Stephanskirchen und Bulgarien soll nach Unternehmensangaben fortgesetzt werden. Der Abschluss des Verkaufs ist für das zweite Quartal 2026 vorgesehen.

Stephanskirchen – Dass es bei den Hamberger Industriewerken kriselt, ist nichts Neues. In den vergangenen Jahren machte das Stephanskirchener Familienunternehmen immer wieder Schlagzeilen. Sei es durch das Streichen von rund 200 Stellen in den Bereichen Flooring und Sanitary oder gar durch die Trennung vom langjährigen Geschäftsführer Peter Hamberger junior Ende Juni 2025.

Doch auch die Neuaufstellung in der Führungsriege konnte der Bodenbelags-Sparte Flooring, die unter der schwächelnden Baubranche massiv leidet, nicht mehr helfen. Nun wurde der Teilkonzern verkauft, wie aus einer Mitteilung des Unternehmens hervorgeht. Käufer der Sparte ist der Münchner Private-Equity-Investor Mutares. Der Abschluss des Verkaufs ist Hamberger zufolge für das zweite Quartal 2026 vorgesehen.

„Mit dem jetzigen Verkauf des Teilkonzerns Flooring an Mutares will die Hamberger Gruppe beide großen Unternehmensbereiche zukunftsfähig aufstellen“, heißt es in der Mitteilung mit Blick auf Flooring und Sanitary. Weiter heißt es, Mutares sei ein Investor, „der auf Unternehmen in besonderen Situationen mit erheblichem operativem Wertschöpfungspotenzial spezialisiert ist.“

„Wir freuen uns, mit Mutares einen starken Partner mit hoher industrieller Expertise gefunden zu haben, der unseren Flooring-Geschäftsbereich zukunftsfähig ausbauen wird“, erklärt einer der Hamberger-Geschäftsführer, Ralph Wonnemann, zum Verkauf.

Doch was bedeutet das für die Mitarbeiter? Hamberger zufolge sei geplant, die Produktion an den beiden Standorten in Stephanskirchen und in Sevlievo in Bulgarien fortzusetzen. Was der Verkauf konkret für die Strukturen im Unternehmen bedeutet, ist bisher nicht bekannt.

Bei Mutares zeigt man sich glücklich über den Kauf des Unternehmens aus der Region. „Das Fußbodengeschäft stellt eine außergewöhnliche Gelegenheit dar, Deutschlands führenden Parketthersteller mit einer weltweit anerkannten Premiummarke zu erwerben“, erklärt Johannes Laumann, CIO von Mutares. „Mit seiner starken Tradition, modernen Produktionskapazitäten und einer klaren Roadmap für die Wertschöpfung passt das Unternehmen hervorragend in das Portfolio von Mutares.“ Man sehe erhebliches Potenzial, das Geschäft in seinen Kernmärkten weiter zu stärken und seinen Wachstumskurs insbesondere in Asien zu beschleunigen.

Der Betriebsrat der Flooring-Sparte war bis Redaktionsschluss nicht zu erreichen.

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