Autobahnmeisterei streikt trotz winterlicher Bedingungen

von Redaktion

Beschäftigte der Autobahn GmbH in Pfraundorf legen heute ihre Arbeit nieder – Vorsicht auf Autobahnen

Rosenheim/Pfraundorf – Schnee, Regenschauer, Kälte: Das Wetter zeigt sich in dieser Woche von seiner ungemütlichen Seite. Für Autofahrer bedeutet das vor allem eins – aufpassen. Und am heutigen Donnerstag sollte auf der Autobahn noch einmal extra vorsichtig gefahren werden. Denn die Autobahnmeisterei Pfraundorf streikt. Grund sind die aktuell laufenden Tarifverhandlungen für die rund 14.000 Beschäftigten der Autobahn GmbH.

„Es wird geschaut, dass die Straßen nicht in einem Zustand sind, in dem Leib und Leben in Gefahr sind“, betont Robert Metzer, Bezirksgeschäftsführer Verdi-Rosenheim, auf OVB-Anfrage. Schwere Unfälle müsse man aufgrund der Straßenverhältnisse nicht befürchten. „Aber die Leute müssen sich darauf einstellen, dass auf der Autobahn ein bisschen vernünftiger gefahren werden muss als sonst.“

Heißt also: Wenn es schneit und kalt ist, ist Vorsicht geboten. „Da kann es dann auch mal ein bisschen glatt sein“, sagt Metzger. „Da muss man dann angepasst fahren – wie man das im Winter eigentlich grundsätzlich machen sollte.“ Er gibt aber auch Entwarnung. Sollte es zum Beispiel zu Eisregen oder ähnlich gefährlichen Wetterbedingungen kommen, werde trotz Streiks reagiert. „Die Sicherheit auf den Autobahnen hat für die Autobahn GmbH jederzeit oberste Priorität“, stellt auch Josef Seebacher, Pressesprecher der Autobahn GmbH an der Niederlassung Südbayern, klar. So seien in Gesprächen mit den Gewerkschaften bereits Notdienstvereinbarungen abgeschlossen worden. „Ziel ist es, den Autobahnbetrieb im Falle von Arbeitskampfmaßnahmen weitgehend gewährleisten zu können, die grundsätzliche Verfügbarkeit des Autobahnnetzes aufrechtzuerhalten und die Auswirkungen für die Verkehrsteilnehmenden und die Wirtschaft so gering wie möglich zu halten“, macht Seebacher deutlich. ph

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