Rosenheim – Diese Zahl ist schier unglaublich. Sage und schreibe 940.310 Euro spendeten unsere Leser für die OVB-Weihnachtsspendenaktion 2025 unter dem Dach der „HeimatLichter“, der neuen Dachinitiative für Spenden und gesellschaftliches Engagement von OVB MEDIA. Das Ergebnis – eines der besten in der über 35-jährigen Geschichte der Aktion. Dank der beeindruckenden Großzügigkeit, des Mitgefühls und der großen Spendenbereitschaft unserer Leser und Leserinnen kann in diesem Jahr gleich drei Einrichtungen geholfen werden, die mit großer Leidenschaft anderen helfen. Mit dem Geld kann das Haus Marini in Brannenburg nun so richtig durchstarten, der Priener Verein „Leben mit Handicap“ ein wichtiges Angebot aufbauen und das Hilfswerk Aschau mehreren Kindern Operationen ermöglichen.
Knapp 16.000
Einzelspenden
Ohne die großzügige Hilfe der OVB-Leser sei diese Unterstützung allerdings nicht möglich, betonte OVB-Verleger Oliver Döser im Rahmen der Spendenübergabe. „Es gilt, unseren Leserinnen und Lesern ein großes Dankeschön zu sagen“, sagte er. Der OVB-Verleger erinnerte daran, dass jeder gespendete Cent zu diesem „tollen Ergebnis“ beigetragen hat und genau dort ankommt, wo er gebraucht wird. Dabei mache es keinen Unterschied, ob es ein kleiner Betrag oder ein großer sei. „Die vielen Kleinbeträge sind genauso wertvoll wie die Großbeträge“, sagte Döser.
Dank der vielen kleinen und großen Summen aus rund 16.000 Einzelspenden gehen jetzt fast 740.000 Euro an das Haus Marini in Brannenburg. In der Einrichtung, einer Tages- und Kurzzeitpflege mit Übernachtung für Kinder und Jugendliche mit Beeinträchtigungen, kann das Geld an gleich mehreren Ecken gebraucht werden. „Damit können wir jetzt richtig angreifen“, sagt Thomas Stingl, Geschäftsführer von „TnT“-Pflege, der gemeinnützigen Betreibergesellschaft. Die Unterstützung der OVB-Leser sei wie eine Art Starthilfe, um die Einrichtung noch mehr zu einer Oase zu machen.
Denn ein solches Haus wie das Haus Marini gibt es weit und breit nicht. Dort wird alles dafür getan, damit sich Kinder mit Beeinträchtigungen auch ohne Eltern wohlfühlen – und die Eltern in der Zeit wertvolle Energie tanken können und ihre Kinder in besten Händen wissen.
Ihre Pforten hat die Einrichtung seit September 2025 geöffnet. Auch dank der großen Hilfe von Unternehmer Walter Schatt und dessen Retis-Holding, der überhaupt ermöglicht hat, dass der alte Klinikkomplex zu einem Ort umgebaut wurde, der jetzt zu einem Zuhause für Kinder und Jugendliche mit allen möglichen Handicaps geworden ist.
Und dieses Zuhause soll in Zukunft noch gemütlicher werden. „Ohne die OVB-Leser könnten wir jetzt unter anderem die Möblierung des zweiten Stocks nicht angehen“, sagt Thomas Salcher, Prokurist bei „TnT“. Es müssen neue Betten her, Schränke und andere Möbel, die es zwingend braucht, damit sich die Kinder dort wohlfühlen. „Nur so können wir eine Vollauslastung des Hauses überhaupt anstreben“, sagt Stingl.
Schließlich sollen dort irgendwann 16 Kinder jeden Tag viele wunderbare und glückliche Momente erleben. „Genauso wollen wir die Öffnungsphasen ausweiten können – um den Eltern noch ein bisschen mehr Luft zu verschaffen“, betont Stingl. Nur durch die Spendenbereitschaft der OVB-Leser sei das jetzt realistisch. „Als ich gehört habe, wie viel die Menschen für uns gesammelt haben, bin ich vor Freude fast vom Stuhl gefallen“, sagt der „TnT“-Geschäftsführer. Bei Günther Bauer vom Priener Verein „Leben mit Handicap“ war es nicht nur Freude, sondern auch Ungläubigkeit. „Mit der riesigen Summe haben wir niemals gerechnet, das ist einfach top“, sagt Bauer. Mit den 75.751 Euro – zwei zweckgebundene Spenden über 600 und 151 Euro – will der Verein, der in Prien ein Haus mit Wohngemeinschaften für junge Menschen mit Beeinträchtigungen geschaffen hat, die Unterstützung für diese weiter vorantreiben – in der Form eines wichtigen Angebots.
„Wir wollen einen Beratungsdienst für Menschen mit Beeinträchtigung aufbauen“, sagt Bauer. Dabei soll sich alles darum drehen, welche Ansprüche sie haben, welche Unterstützung es wo gibt, um ihr Leben so selbstständig wie möglich leben zu können. „Dafür braucht es aber Manpower“, sagt Bauer. Und das kostet Geld – seien es Personal- oder Mietkosten. Geld, das jetzt dank der OVB-Leser da ist.
„Wenn wir das nicht hätten, müssten wir uns strecken, und die Umsetzung könnte viel länger dauern“, sagt Bauer.
Nicht viel geringer fällt die Freude etwas südlicher aus. Auch nach Aschau im Chiemgau gehen 75.000 Euro. Genauer gesagt an das Hilfswerk Aschau, die gemeinnützige Stiftung der Orthopädischen Kinderklinik Aschau. „Wir werden damit Kindern, die nicht versichert sind, und bei denen die Klinik es nicht finanziell stemmen kann, die Operationskosten bezahlen“, sagt Dr. Ulrich Feldmann, Vorsitzender der Stiftung. Die Kinder hätten starke körperliche Beeinträchtigungen, die ihnen das Leben erschweren. „Mit dem Geld können wir ihnen zu einem lebenswerten Leben verhelfen“, sagt Feldmann. Eine dieser Operationen ist allerdings teuer. „Man muss mit Summen zwischen 10.000 und 20.000 Euro rechnen“, sagt Feldmann. Er hofft, dass dank der Großherzigkeit der OVB-Leser mindestens drei, wenn nicht sogar sechs Kinder operiert werden können – und ihnen so zu einem leichteren Start in ein neues Leben verholfen wird. Wenn es die großartige Unterstützung der Leser nicht gegeben hätte, hätte es sein können, dass die Operationen hätten abgelehnt werden müssen.
Der Dank an diesem Tag galt neben den OVB-Lesern aber auch noch weiteren Personen. Auch die seien für den Erfolg der OVB-Weihnachtsspendenaktion unter dem Dach der „HeimatLichter“ wichtig, betonte OVB-Verleger Oliver Döser. Zum einen sei dabei OVB-Redakteur Ludwig Simeth zu nennen, der die Aktion seit vielen Jahren redaktionell begleitet. „Ihm gelingt es immer wieder aufs Neue, die vielen Geschichten und Schicksale einfühlsam zu zeigen, ohne diese dabei zur Schau zu stellen“, betonte Döser.
Dankesworte
des Verlegers
Genauso wollte sich der OVB-Verleger bei der Firma City-Autopartner Kolbermoor, ein Unternehmen der Auto-Eder-Gruppe, bedanken, die das Gewinner-Auto für die Spendenaktion zur Verfügung gestellt hat.
Aufgrund des tollen Engagements aller Beteiligten freue er sich bereits auf die „HeimatLichter“-Spendenaktion in diesem Jahr. Bis dahin bleiben 50.000 Euro von den Spenden im vergangenen Jahr in der OVB-Stiftung für diverse kleinere Projekte.