Rosenheim – Der Beitritt zum Münchner Verkehrs- und Tarifverbund hat sich für den Landkreis Rosenheim nach über zwei Jahren als Erfolgsgeschichte erwiesen. Die Bilanz fällt sehr positiv aus, wie aus einer Mitteilung des Landratsamts hervorgeht. Anlass war ein Treffen von Landrat Otto Lederer mit dem Geschäftsführer der Münchner Verkehrs- und Tarifverbund GmbH, Dr. Bernd Rosenbusch, im Landratsamt Rosenheim.
Lederer betonte, seit zwei Jahren sei der Landkreis Rosenheim beim MVV und die Erfahrungen, die man gemacht habe, seien sehr positiv. Fahrgäste profitierten von einheitlichen Tarifen, günstigeren Ticketpreisen und einem zusammenhängenden Netz im Öffentlichen Personennahverkehr. Nach Angaben des MVV nutzen seit Einführung des Verbunds in der Region mindestens elf Prozent mehr Fahrgäste das Angebot von Bus und Bahn.
Positiv fällt laut MVV auch die erste Zwischenbilanz des Alpenbusses aus. Seit Dezember verbindet die Buslinie unter anderem Rosenheim, Bad Feilnbach, Au bei Bad Aibling, Miesbach und Murnau. Die Linie werde bereits gut von Pendlern, Ausflüglern und Touristen angenommen. Damit entlaste man die Region vom Autoverkehr, wie Rosenbusch hervorhob.
Thema des Austauschs waren zudem zukünftige Projekte. So ist für 2026 die Einführung digitaler Fahrgastinformationssysteme in mehreren Gemeinden des Landkreises geplant, darunter Wasserburg und Stephanskirchen. Ziel sei es, den Öffentlichen Personennahverkehr durch bessere Informationen an Haltestellen weiter zu stärken.
Eine wichtige Rolle spielt dabei auch die Allianz „Mobile Zukunft München“ (MZM) unter Projektleitung des MVV. Seit diesem Jahr ist der Landkreis Rosenheim Mitglied dieses Bündnisses von mehr als 20 Partnern aus öffentlicher Hand, Wirtschaft und Wissenschaft. Laut Angaben des MVV sollen Stadt und Umland dadurch zu einer verkehrspolitischen Einheit zusammenwachsen, sodass Verkehrsprojekte nicht an der Landkreisgrenze enden und Fahrgäste von einer engeren Zusammenarbeit profitieren können.