Grenzkontrollen

Bundespolizei stoppt drei gesuchte Männer

von Redaktion

Rosenheim – Die Bundespolizei hat zwischen vergangenem Sonntag und Montag drei von der Justiz gesuchte Männer nach ihrer Einreise über die deutsch-österreichische Grenze festgenommen. Ein 43-jähriger Rumäne, der auf der A93 nahe Kiefersfelden in einem slowakischen Reisebus unterwegs war, war vom Landgericht Siegen 2021 wegen Vergewaltigung zu vier Jahren Haft verurteilt worden und hatte sich offenbar der Strafvollstreckung entzogen. Laut Haftbefehl muss er noch 191 Tage in Haft absitzen. Er wurde in die JVA Bernau gebracht. Am Rosenheimer Bahnhof nahmen die Beamten einen 36-jährigen Serben fest, der sich zunächst mit einem Handy-Foto eines angeblich slowenischen Ausweises auswies. Die Bundespolizei erkannte den Ausweis als Fälschung und stellte mithilfe von Fingerabdrücken die Identität des 36-Jährigen fest. Gegen den Mann lagen ein Untersuchungshaftbefehl der Staatsanwaltschaft Traunstein wegen illegaler Einreise sowie ein Haftbefehl der Staatsanwaltschaft Nürnberg-Fürth wegen Urkundenfälschung mit einer Geldstrafe von rund 1.300 Euro vor. Zudem führt die Staatsanwaltschaft Leipzig ein Betrugsverfahren gegen den Mann, der in die Traunsteiner Haftanstalt gebracht wurde. Ebenfalls ins Gefängnis nach Bernau brachten die Beamten einen 44-jährigen Italiener, der im Zug unterwegs war. Er hatte 6.000 Euro Justizschulden aus einer Geldstrafe des Amtsgerichts Sonthofen wegen Beleidigung. Wegen Zahlungsfähigkeit muss er eine ersatzweise Freiheitsstrafe von 50 Tagen absitzen.

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