Feuerdrama in Au: Großbrand in Firmengebäude

von Redaktion

Im Bad Feilnbacher Ortsteil Au ist am gestrigen Dienstag in einem Firmengebäude ein Großbrand ausgebrochen. Rund 260 Einsatzkräfte waren vor Ort, um die Flammen zu bekämpfen. Verletzt wurde nach ersten Erkenntnissen niemand, die Brandursache ist noch unklar.

Bad Feilnbach – In einem Firmengebäude im Bad Feilnbacher Ortsteil Au ist am Dienstagmorgen ein folgenschweres Feuer ausgebrochen. Um 9.44 Uhr wurde ein Großaufgebot an Einsatzkräften der umliegenden Feuerwehren und der Polizei in die Hauptstraße gerufen, auch die Warnapp „NINA“ schlug an.

Gebiet großräumig
abgesperrt

Laut Angaben des Polizeipräsidiums Oberbayern Süd stand dabei ein Firmengebäude in Au in Vollbrand. Das Gewerbegebiet wurde großräumig abgesperrt und Umleitungen eingerichtet. Da es zu einer starken Rauchentwicklung kam, waren auch die Anwohner angehalten, Fenster und Türen geschlossen zu halten. Unter den insgesamt rund 260 Einsatzkräften war auch Kreisbrandrat Richard Schrank. Noch von vor Ort erklärte er gegenüber dem OVB, dass der Brand im Hauptteil des Gebäudekomplexes ausgebrochen war. „Das Feuer ist ziemlich mittig ausgebrochen und die Flammen haben sich durch die Halle durchgefressen“, so Schrank. Zu Beginn des Einsatzes sei man davon ausgegangen, dass ein Großteil des Gebäudekomplexes nicht mehr gerettet werden könne, lediglich die Außenbereiche. Wie eine Polizeisprecherin erklärte, gestaltete sich der Einsatz auch deshalb so schwierig, da bei der betroffenen Industriehalle mehrere Gebäude zusammenhängen. Durch einen „massiven Innenangriff“ der Feuerwehren habe man dann allerdings doch große Gebäudeanteile vor der Zerstörung schützen können, betonte Kreisbrandrat Schrank. „Der Mitteltrakt ist eingebrochen“, sagte er und sprach etwa von einem zerstörten Giebel oder Dachstuhl, der nach unten eingestürzt war. „Jetzt haben wir den Brand unter Kontrolle“, erklärte Schrank am Nachmittag gegen 14 Uhr.

Anschließend kam es zu speziellen Baggerarbeiten, bei denen man sich durch die Gebäudeteile vorarbeitete und diverses Material, etwa Eisen- oder Holzteile, entfernte, abtransportierte und nachlöschte. Auch am Nachmittag war das Feuer noch immer nicht erloschen, wenngleich die Einsatzkräfte den Brand unter Kontrolle hatten.

„Durch die Maßnahmen können die umliegenden Gebäude jetzt geschützt werden“, so Schrank. Er ging zu dieser Zeit davon aus, dass der Einsatz noch mehrere Stunden andauern werde.

Die Einsatzleitung hatte die örtliche Feuerwehr Au. Deren Zweiter Kommandant Josef Antretter erklärte am späteren Nachmittag auf OVB-Nachfrage, dass man noch immer im Einsatz sei und deshalb noch keine Auskunft geben könne.

Nach bisherigen Erkenntnissen gab es bei dem Großbrand keine Verletzten. Zwar bat die Polizei darum, Fenster und Türen der umliegenden Gebäude vorsorglich geschlossen zu halten. Es habe jedoch keine Gefahr für die Bevölkerung bestanden, hieß es. Brandfahnder vom Kommissariat 1 der Kriminalpolizei Rosenheim nahmen vor Ort die Ermittlungen zur Brandursache auf. Hierzu ist bislang noch nichts bekannt.

Glutnester
bekämpft

Am frühen Dienstagabend erklärte eine Sprecherin des Polizeipräsidiums Oberbayern Süd auf erneute OVB-Anfrage, dass mit Ausnahme vieler Feuerwehrler – zahlreiche Wehren aus den umliegenden Gemeinden waren alarmiert worden – die meisten Einsatzkräfte abgerückt seien. „Derzeit werden noch Glutnester bekämpft“, sagte sie.

Die Feuerwehren seien zu diesem Zeitpunkt nach wie vor gut aufgestellt gewesen und hätten ein „neuerliches Aufflammen verhindern“ können. Hintergründe zur Brandursache waren bis dahin nicht bekannt.

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