Grünes Licht für Hospiz im Mühldorfer Raum

von Redaktion

Mit OVB-Spendenaktion Grundstein gelegt

Mühldorf – Wenn alles optimal läuft, ist in vier Jahren im Landkreis Mühldorf eine wichtige Versorgungslücke für die schwerste Lebensphase geschlossen. Dann gibt es hier ein stationäres Hospiz. Die Krankenkassen haben den Bedarf offiziell anerkannt, wie die Hospizvereine der Landkreise Mühldorf und Altötting mitteilen. „Das ist ein Meilenstein auf dem Weg zur Schließung einer Versorgungslücke für schwerstkranke Menschen am Lebensende“, sagt Petra Zimmermann-Schwier, Geschäftsführerin des Anna Hospizvereins aus Annabrunn.

Vor acht Jahren hat der Anna Hospizverein mit einer OVB-Weihnachtsspendenaktion dafür den Grundstein gelegt und mit dem Adalbert-Stifter-Seniorenwohnen in Waldkraiburg die Hospizinsel gegründet; eine Palliativ-WG mit vier Betten, die mit Spenden und Fördermitteln finanziert wird. „Sie kann aber weder den Bedarf decken, noch ein stationäres Hospiz ersetzen“, erklärt Zimmermann-Schwier. Zudem ist die Zukunft der Insel wegen der fehlenden Regelfinanzierung und des geplanten Abrisses des Altenheims ungewiss.

Bereits 2024 haben die Hospizvereine der Landkreise Mühldorf und Altötting als Hospizinitiative Inn-Salzach in einem Gutachten den Bedarf für ein stationäres Hospiz nachgewiesen. Im August 2025 haben sie bei den Krankenkassen einen Versorgungsvertrag für ein stationäres Hospiz mit zwölf Betten ab dem 1. Januar 2030 beantragt. Unterstützt wurde diese Initiative von den Landräten Max Heimerl und Erwin Schneider, den Bezirksrätinnen Claudia Hausberger und Gisela Kriegl sowie von den Landtagsabgeordneten Martin Huber, Markus Saller und Sascha Schnürer. Auch Landtagspräsidentin Ilse Aigner und Klaus Holetschek, CSU-Fraktionschef im Landtag, wurden bei der AOK-Direktion Bayern aktiv. JE

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