Kripo ermittelt wegen Brandstiftung

von Redaktion

Brand in leerem Hof in Stephanskirchen

Stephanskirchen – Am vergangenen Freitag um 22.23 Uhr wurde die Feuerwehr Stephanskirchen alarmiert, um 22.36 Uhr rückten die Freiwilligen aus. Für Kommandant Florian Beck eine „Wahnsinnsgeschwindigkeit. Ich bin richtig stolz auf meine Mannschaft“, erzählt er dem OVB.

Gerufen wurde die Feuerwehr wegen eines Feuers in einem alten, leer stehenden Bauernhof in der Reikeringer Straße im gleichnamigen Ortsteil von Stephanskirchen. Die Feuerwehr sei mit zwei Atemschutztrupps durch die Haustüre in das Gebäude und löschte den Brand, so Beck. Keine leichte Aufgabe: „Es war schwierig, überhaupt reinzukommen.“ Denn sowohl das Haus als auch die Haustüre waren zugewuchert. Im Inneren des alten Bauernhofs habe man das Feuer dann im Obergeschoss lokalisieren können: „Im ersten Stock hat ein Haufen uralter Zeitungen gebrannt.“

Polizei bittet um Zeugenhinweise

Laut Kommandant Florian Beck noch kein großer Brand, der sich aber binnen Minuten hätte weit ausbreiten können. Da sich keine Menschen in dem alten Gebäude aufgehalten hatten, wurde auch niemand verletzt. Im Einsatz waren etwa 45 Feuerwehrleute aus Stephanskirchen sowie weitere Einsatzkräfte aus Schloßberg, Leonhardspfunzen, Riedering, Rosenheim sowie der Inspektion. Nach circa zweieinhalb Stunden und einer Kontrolle mit der Wärmebildkamera konnten die Feuerwehren wieder abrücken. Mittlerweile hat die Kriminalpolizei Rosenheim übernommen. Sie geht von vorsätzlicher Brandstiftung aus und sucht Zeugen. Diese These stützt auch Kommandant Florian Beck. Ein Zeitungshaufen brenne nicht ohne Ursache, zumal „kein Strom auf dem Haus“ sei.

Die Polizei bittet um Zeugenhinweise: Wer hat am Freitagabend im Bereich der Reikeringer Straße 10 in Stephanskirchen Wahrnehmungen gemacht oder Personen gesehen, die mit dem Brand in Verbindung stehen könnten? Wer kann der Kriminalpolizei Rosenheim in der Sache sonstige Hinweise geben? Zeugen melden sich bitte unter Telefon 08031/2000 oder jeder anderen Polizeidienststelle. Jasmin Eiglmeier

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