Schulsanitäter aus ganz Bayern trainieren in Rosenheim

von Redaktion

700 junge Menschen vertiefen ihre Kenntnisse – Hilfsorganisationen präsentieren sich vor Ort

Rosenheim – 700 junge Menschen, davon 500 Schulsanitäterinnen und -sanitäter aus rund 70 bayerischen Schulen, vertieften in Rosenheim in 71 praxisnahen Workshops ihr Erste-Hilfe-Können. In seinem Grußwort betonte Staatsminister Joachim Herrmann die Bedeutung des sogenannten SSD-Praxistages: „Der Schulsanitätsdienst ist weit mehr als Erste Hilfe im Schulalltag. Ihr sammelt Erfahrungen, die man nicht theoretisch lernen kann. Zusammenarbeit, Entscheidungsfähigkeit, Verlässlichkeit und der Umgang mit herausfordernden Situationen: Das sind Fähigkeiten, die dringend gebraucht werden.“

In 71 praktischen Workshops rund um die Erste Hilfe behandelten die jungen Menschen Verbrennungen, Knochenbrüche, starke Blutungen, führten die Herz-Lungen-Wiederbelebungen durch und vieles mehr. Erstmals gab es auch Workshops zur Berufsorientierung mit Einblicken in die Aufgaben von Notfallsanitätern und Ärzten. Ein mobiler Erste-Hilfe-Escape-Room des Österreichischen Roten Kreuzes war ebenfalls vor Ort. Auch am Rande des Praxistages gab es für die Teilnehmenden viel Neues zu entdecken: Rettungs- und Einsatzfahrzeuge aller Hilfsorganisationen waren vor Ort, außerdem die freiwillige Feuerwehr mit einem Drehleiterfahrzeug, das THW, zwei Motorradstaffeln, Boote, Drohnen, eine Rettungshundestaffel sowie der Wünschewagen. Die Psychosoziale Notfallversorgung (PSNV) nahm teil und erklärte den jungen Leuten, wie Betroffene, Angehörige, Ersthelfer und Einsatzkräfte nach akuten traumatischen Ereignissen wie Unfällen oder Katastrophen umgehend unterstützt werden.

Rund 40 unterschiedliche Referenten sowie etwa 100 Helfer gestalteten den Ablauf. Die Verpflegung übernahm in diesem Jahr erstmals die Schnell-Einsatz-Gruppe (SEG) des BRK, die vor allem bei Großeinsatzlagen für die Versorgung verantwortlich ist.

Artikel 11 von 11