Region ist Spitzenreiter bei resilientem Tourismus

von Redaktion

Tiroler Studie zeigt: Rosenheimer Chiemsee-Alpenland ragt im Vergleich heraus

Rosenheim – Die Tourismusregion Chiemsee-Alpenland hat sich im neuen Resilienz-Index der FH Kufstein als besonders widerstandsfähig gegenüber Krisen wie Klimawandel, Pandemien und wirtschaftlichen Einbrüchen erwiesen. Grundlage dafür sind nach Angaben der Hochschule die guten ökonomischen, ökologischen und gesellschaftlichen Strukturen in Stadt und Landkreis Rosenheim.

Der von der FH Kufstein im Rahmen eines EU-geförderten Interregprojekts gemeinsam mit zahlreichen Partnern entwickelte Resilienz-Index für Tourismusregionen in Oberbayern, Salzburg und Tirol zeigt: Die Rosenheimer Tourismusregion Chiemsee-Alpenland liegt mit einer Gesamtpunktzahl von 65 von 100 Punkten an der Spitze aller untersuchten Regionen. Der Gesamtdurchschnitt beträgt 52 von 100 Punkten. Der Index berücksichtigt drei zentrale Dimensionen: die ökonomischen, die ökologischen und die gesellschaftlichen Bedingungen vor Ort. Bewertet wird jeweils anhand von sechs Indikatoren pro Bereich, etwa der saisonalen Konzentration, der Tourismusdichte oder der outdoortouristischen Infrastruktur.

Resiliente Tourismusregionen verfügen laut Projektverantwortlichen über vielfältige, breit gefächerte Angebote und können Krisen dadurch besser bewältigen. Deutlich geworden sei dies während der Corona-Pandemie, in der sich Regionen mit diversifizierten Strukturen als wesentlich widerstandsfähiger erwiesen hätten. Die Entwicklung widerstands- und anpassungsfähiger Strukturen in der Tourismuswirtschaft gilt daher als entscheidend, zumal der Sektor stark von saisonalen Schwankungen sowie den Auswirkungen des Klimawandels und der politischen Lage beeinflusst wird.

Stadt und Landkreis Rosenheim schneiden im Resilienz-Index in den meisten Kategorien überdurchschnittlich ab. Das Chiemsee-Alpenland ist dem Vergleich zufolge nicht nur in den Sommermonaten attraktiv für Gäste, sondern wird ganzjährig ausgewogen besucht. Urlauber finden vor Ort zahlreiche nachhaltige Betriebe sowie eine außergewöhnlich gute medizinische Versorgung.

Welche wirtschaftliche Bedeutung diese Widerstandsfähigkeit hat, macht der Chiemsee-Alpenland-Tourismusverband deutlich. „Über 12.000 Arbeitsplätze und über 900 Millionen Euro Bruttoumsatz stehen im Zusammenhang mit Tourismus in der Region. Nicht nur Gastronomie, Hotels und Gastgewerbe profitieren, sondern auch Einzelhandel und Dienstleister“, so Geschäftsführerin Christina Pfaffinger. Sie betont zudem, dass auch Einheimische zu den Gewinnern zählen – durch touristische Infrastrukturen und ein hohes Freizeit- und Kulturangebot. Ein resilienter Tourismus sichere damit nachhaltig Lebensqualität vor Ort.

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