Wimmer besucht Staatsanwaltschaft Traunstein

von Redaktion

Neuer Generalstaatsanwalt lobt Kampf gegen Schleuserkriminalität

Traunstein – Mit einem Antrittsbesuch bei der Staatsanwaltschaft Traunstein und ihrer Zweigstelle in Rosenheim hat sich der neue Generalstaatsanwalt in München, Andreas Wimmer, ein Bild von der Arbeit der südbayerischen Strafverfolger gemacht. Wimmer ist seit Sonntag, 1. Februar, Generalstaatsanwalt in München und damit oberster Ermittler und Vorgesetzter der zehn südbayerischen Staatsanwaltschaften. Am Montag, 2. März, besuchte er gemeinsam mit seiner neuen Personalabteilungsleiterin, der Leitenden Oberstaatsanwältin Gabriele Tilmann, die Staatsanwaltschaft Traunstein und ihre Zweigstelle in Rosenheim, wie die Behörde mitteilt.

Der Behördenleiter der Staatsanwaltschaft Traunstein, Leitender Oberstaatsanwalt Dr. Wolfgang Beckstein, begrüßte die beiden hochrangigen Gäste sehr herzlich und hob das gute Verhältnis zwischen den Behörden hervor. Der Generalstaatsanwalt informierte sich bei seinen Rundgängen in Traunstein und Rosenheim in den Geschäftsstellen, in der Aservatenstelle sowie bei Rechtspflegern und Staatsanwälten über deren Arbeit. Im Mittelpunkt standen dabei insbesondere die Erfahrungen und Herausforderungen mit der vor einem Jahr erfolgreich eingeführten elektronischen Akte, die seit Montag, 2. März, im Einsatz ist.

Der Leiter der Zweigstelle Rosenheim, Oberstaatsanwalt Gunther Scharbert, bedankte sich laut Mitteilung für die personelle Verstärkung der Zweigstelle. Dort ist die Anzahl der Staatsanwälte in den vergangenen Jahren von neun auf 14 gestiegen. Dadurch konnte eine zweite Abteilung an der Zweigstelle eingerichtet werden, die insbesondere für die Verfolgung und Bekämpfung der Schleuserkriminalität zuständig ist.

Die Abteilungsleiter berichteten von besonders aufwendigen und öffentlichkeitswirksamen Verfahren sowie von großen Erfolgen, unter anderem bei der Verfolgung von Schleuserorganisationen und Call-Center-Betrügern, insbesondere im Phänomenbereich sogenannter Schockanrufe mit falschen Polizeibeamten. Dabei konnte wiederholt Tatbeute gesichert und an Geschädigte zurückgegeben werden. Auch bei grenzüberschreitenden Waffen- und Drogenschmuggelfällen seien durch aufwendige Ermittlungen und deutliche Ahndung Strukturen zerschlagen und so die Bevölkerung geschützt worden.

Behördenleiter Dr. Beckstein verwies den Angaben zufolge zudem auf die harte und konsequente Strafverfolgung von skrupellos vorgehenden Schleusern und ihren Hinterleuten. Dies habe zu einem deutlichen Rückgang dieser Delikte beigetragen. Insbesondere auf die Ermittlung und Bestrafung der Hinterleute in internationalen Schleuserorganisationen wollen die Staatsanwaltschaft Traunstein und ihre Rosenheimer Zweigstelle auch künftig besonderes Augenmerk legen. Generalstaatsanwalt Wimmer und Personalabteilungsleiterin Tilmann zeigten sich von der Kompetenz, dem Engagement und dem sehr guten Zusammenhalt aller Mitarbeiter beeindruckt und sprachen ihnen großes Lob für ihre Arbeit aus.

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