Rosenheim/Bad Häring – Bezahlbarer Wohnraum hat sich für Unternehmen im Landkreis Rosenheim zunehmend zu einem entscheidenden Standortfaktor im Wettbewerb um Fachkräfte entwickelt. Wie Wirtschaft und öffentliche Hand gemeinsam Lösungen für Mitarbeiterwohnen entwickeln können, stand im Mittelpunkt der Fachveranstaltung „Wohnraum für Talente – gemeinsam stark“, zu der Wirtschaftsförderung und Bildungskoordination des Landratsamts Rosenheim nach Bad Häring in Tirol eingeladen hatten, wie das Landratsamt mitteilt.
Mehr als 70 Entscheidungsträger aus Wirtschaft, Verwaltung und Forschung aus dem Landkreis sowie aus dem benachbarten Tirol nutzten die Veranstaltung, um sich über aktuelle Fördermöglichkeiten sowie bau- und steuerrechtliche Rahmenbedingungen in Deutschland und Österreich zu informieren. Bei der Begrüßung hob Landrat Otto Lederer die Bedeutung des Themas hervor. Bezahlbarer Wohnraum sei nicht nur eine soziale Frage, sondern auch ein Standortfaktor, betonte er und unterstrich damit die zentrale Rolle von Wohnraum für die Attraktivität und Wettbewerbsfähigkeit des Landkreises Rosenheim und der gesamten Grenzregion.
Fachliche Impulse lieferten mehrere Experten aus Verwaltung und Praxis. Dr. Sarah Hartmann vom Bayerischen Staatsministerium für Wohnen, Bau und Verkehr, Quirin Zallinger von der Abteilung Wohnen und Umwelt im Landratsamt Rosenheim sowie Rechtsanwalt Michael Auer von der Kanzlei Heuking erläuterten laut Mitteilung Förderprogramme, bauordnungsrechtliche Rahmenbedingungen und steuerliche Gestaltungsmöglichkeiten in Deutschland. Die Tiroler Rechtsanwälte Nikolai und Vivian Slatar stellten ergänzend entsprechende Regelungen in Österreich vor.
Im Anschluss präsentierten fünf Unternehmen in kurzen Best-Practice-Pitches ihre Modelle des Mitarbeiterwohnens. Dabei wurde deutlich, dass Wohnraum für Beschäftigte nicht nur ein attraktiver Zusatznutzen für Mitarbeiter sein kann, sondern zunehmend auch ein strategisches Instrument im Wettbewerb um Fachkräfte darstellt.
Die Resonanz auf die Veranstaltung fiel den Angaben zufolge durchweg positiv aus. Mehrere Teilnehmer äußerten bereits den Wunsch nach einer Folgeveranstaltung, um den fachlichen Austausch weiter zu vertiefen und konkrete Projektansätze zu entwickeln.
Mit dem Austausch rückt das Thema Mitarbeiterwohnen künftig stärker in den Fokus der Standort- und Förderstrategien im Landkreis Rosenheim. Ziel ist es, bezahlbaren Wohnraum für Fachkräfte verstärkt als Faktor der regionalen Wirtschaftsentwicklung zu berücksichtigen.