Rosenheim – Vertreter aus Stadt und Landkreis haben sich zu einem ersten Runden Tisch zum Thema Prostitution getroffen. Am Montag, 16. März, kamen auf Initiative der Stadt Rosenheim, der Kriminalpolizei Rosenheim sowie des Vereins „Hagar Ministry“ mehrere Organisationen in Rosenheim zusammen.
Im Mittelpunkt der Veranstaltung standen das Kennenlernen der Beteiligten sowie fachlicher Austausch und Vernetzung in gemeinsamen Handlungsfeldern. Stadt, Kripo und „Hagar Ministry“ wollen Strukturen schaffen, um Prostitution in der Region besser in den Blick zu nehmen.
Wie die Polizei mitteilt, verwies Birgit Gottwald, Leiterin des 2023 gegründeten ehrenamtlichen Vereins „Hagar Ministry“, besonders auf die Bedeutung von Prävention bereits im Jugendalter, um ein Ausnutzen junger Menschen im sexuellen Bereich zu vermeiden. Mitglieder des Vereins besuchen regelmäßig Prostituierte im Bereich Rosenheim und bieten Begleitung und Hilfe an.
Durch das Ordnungsamt und die beteiligten Polizeidienststellen seien die aktuellen Herausforderungen geschildert worden. Dabei sei die bereits bestehende enge Zusammenarbeit positiv hervorgehoben worden.
Laut Polizei sind auch die Beteiligten der Frauenhäuser, des Jugendamtes, des Jobcenters und des Gesundheitsamtes im Bereich Prostitution wichtig, um frühzeitig Informationen zu erhalten, Ausbeutung zu verhindern und bei Bedarf einen Ausstieg zu begleiten. Der von allen Beteiligten als gewinnbringend bewerteten Veranstaltung soll ein regelmäßiger Austausch folgen.