Claus Schemm ist neuer Schulleiter am BSZ

von Redaktion

Claus Schemm ist der neue Schulleiter am Beruflichen Schulzentrum in Rosenheim. Bei seiner feierlichen Amtseinführung wurde der Studiendirektor als „Fels in der Brandung“ gewürdigt. Schemm ist bereits seit 1997 an der Schule tätig und war zuletzt ständiger Vertreter des Schulleiters.

Rosenheim – „Eine exzellente Führungskraft zeichnet nicht nur Fleiß und Hirn, sondern auch Herz aus“, sagte Regierungspräsident Dr. Konrad Schober über den neuen Schulleiter des Beruflichen Schulzentrums (BSZ), Studiendirektor Claus Schemm, bei dessen Amtseinführung an der Berufsschule I. Und weiter: „Das alles bringen Sie überreich mit. Zudem werden Sie als absolut loyal, fair, offen, humorvoll, ausgleichend und gelassen beschrieben. Sie sind der berühmte ‚Fels in der Schulalltagsbrandung‘“.

Der neue Schulleiter der Berufsschule I und der Fachschule für Holztechnik, die als BSZ zusammengehören, wurde mit einem feierlichem Programm in sein neues Amt eingeführt, das er seit Beginn des Schuljahres ausübt.

Ein „praktischer Macher“ mit langjähriger Erfahrung

Unter den etwa 150 Gästen waren Vertreter der Regierung, des Sachaufwandträgers, der dualen Ausbildung sowie zahlreiche Schulleiter aus der Umgebung und das Lehrerkollegium des BSZ. Ebenfalls anwesend waren der Präsident der Regierung von Oberbayern, Dr. Konrad Schober, Landrat Otto Lederer, Oberbürgermeister Andreas März und Dr. Martin Brunnhuber, Mitglied im Ausschuss für Bildung und Kultus des Bayerischen Landtags. Die musikalische Gestaltung übernahm Lehrerin Laura Gutierrez Camacho.

Stellvertretender Schulleiter Josef Oberniedermaier und die Mitarbeiter der Schulleitung, Karin Stecher und Marion Strauß, führten durch das Programm.

Claus Schemm ist im fränkischen Rothenburg ob der Tauber geboren und aufgewachsen, hat in München Lehramt an beruflichen Schulen mit der Fächerkombination Ernährungswissenschaften und Sport studiert und kam nach dem Referendariat und zwei Unterrichtsjahren in Unterfranken 1997 an die Berufsschule I nach Rosenheim. Hier übernahm der 59-Jährige Schritt für Schritt mehr Verantwortung, wurde 2004 Mitglied der Schulleitung und 2016 zum ständigen Vertreter des Schulleiters ernannt.

Schemm wurde vom Regierungspräsidenten Konrad Schober als vielseitiger Organisator beschrieben und als „praktischen Macher mit pädagogischem Anspruch“.

Landrat Otto Lederer schloss sich den Ausführungen des Regierungspräsidenten an: „Eigentlich ist ‚Amtseinführung‘ nicht ganz passend, denn es gibt nicht sehr viele, die sich in dieser Schule so gut auskennen wie Claus Schemm.“ Zusammen mit seinem Team helfe er jungen Menschen, ihren Weg in ein selbstbestimmtes Leben zu finden. „Unsere Region und die örtliche Wirtschaft baut auf die Kompetenzen, die Sie und Ihre Kollegen den jungen Menschen vermitteln“, sagte Lederer.

Vom Urgestein
zum Schulleiter

Claus Schemm griff in seiner launig gehaltenen Antrittsrede den Gedanken als „Urgestein der Schule“ auf und wandte sich stellvertretend drei beruflichen Weggefährten zu, die ihn in den vergangenen fast 30 Jahren Schulgeschichte geprägt haben.

Als Weggefährte der ersten Stunde nannte Schemm den ehemaligen Fachpraxislehrer für Köche an der Berufsschule, Karl Heinz Kohler, der ihn in die Abteilung Gastronomie eingeführt habe. Als Weggefährten der zweiten Stunde bezeichnete er den ehemaligen Schulleiter Gerhard Heindl und als Weggefährten der dritten Stunde seinen Vorgänger Stefan Schellenberger, mit dem er als stellvertretender Schulleiter ein intensives Jahr erlebt habe.

Am Berufsschulzentrum sein in der gemeinsamen Zeit viel bewegt worden. Durch den Wechsel Schellenbergers als Schulleiter an die FOS/BOS Holzkirchen wurde für Claus Schemm der Weg zur Schulleitung am BSZ frei.

Kreativer Test
für den neuen Chef

Bevor Schemm von Schober die Ernennungsurkunde überreicht wurde, musste der neue Schulchef noch den kreativen „Schulleiter-Qualifizierungstest“ der verschiedenen Fachabteilungen der Schule absolvieren. Fremdsprachige Wörter Ländern zuzuordnen war die Aufgabenstellung des Berufsintegrations-Teams, ein Ratespiel zu Schullogos hatte sich die Farbabteilung ausgedacht und bei den Schreinern stand das schweißtreibende Absägen eines Baumstamms mit der Handsäge auf dem Programm.

Getränkeproben mit verbundenen Augen hatte sich die Gastronomie-Abteilung überlegt. Bei den Bäckern sollte Schemm einen Hefezopf flechten. Einen guten Draht zur Schulleitung wünschte sich die Elektroabteilung, die ihren Chef dazu brachte, per Leitungsanschluss einen Lichtbogen zu aktivieren. „Wir wünschen dir, dass du immer zündende Ideen hast“, so der Kommentar der beteiligten Elektroniklehrkräfte.

Von der Landwirtschaftsabteilung wurde ein Melkstand aufgebaut, an dem sich der Schulleiter beweisen musste und im Bereich Körperpflege stand noch die Rasur einer Modellpuppe auf dem Prüfungsplan.

Erst als alle Prüfungsstationen mit Bravour und viel Szenenapplaus erfolgreich bestanden waren, konnte der neue Schulchef in sein Amt eingeführt werden.

Symbolische Geste und festlicher Abschluss

Konrad Schober überreichte dem neuen Schulleiter einen Regenschirm der Regierung von Oberbayern. Damit solle zum Ausdruck gebracht sein, dass in schwierigen Zeiten die Regierung ihren Schirm schützend über den Schulleiter hält, so Schober. Anschließend eröffnete der neue Schulleiter das Festtags-Buffet. Auszubildende der Gastronomieabteilung sorgten dabei für den perfekten Service.

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