Wasserburg – Zu einem besonders schwierigen Einsatz musste die Feuerwehr Wasserburg am Sonntagnachmittag ausrücken. Wie Kommandant Timo Paul mitteilt, wurden die Einsatzkräfte um 16.47 Uhr zu einem Brand am Innufer alarmiert. „Wir mussten erst einmal lokalisieren, wo das Feuer genau ist“, sagt er. Zu sehen sei nur eine „große Rauchsäule“ gewesen.
Schilf bei Urfahrn
in Flammen
Das Feuer konnten die Einsatzkräfte rund 700 Meter flussaufwärts von Urfahrn verorten. Das Problem dabei war, dass sich der Brand in unwegsamem Gelände befand und sich die Flammen im Schilf rasch ausbreiteten. „Es gab zwei bis drei Meter hohe Flammen“, berichtet Paul.
Zur Unterstützung musste die Wasserburger Wasserwacht hinzugezogen werden. Per Boot kamen dann die Einsatzkräfte samt Pumpe und weiteren Geräten zum Feuer. „Drei Personen sind zudem durch die Böschung gestiegen“, erklärt der Kommandant. Anfangs habe es stark geraucht. Zwei Einsatzkräfte bekamen vermutlich eine leichte Rauchgasvergiftung und mussten kurz vom Rettungsdienst versorgt werden.
Als die Feuerwehrleute am Brandort eintrafen, war das Feuer laut dem Kommandanten schon heruntergebrannt. „Verkohltes Schilf lag übereinander“, berichtet er. Doch der Untergrund darunter habe noch geglüht. Mit Schaufeln hoben die Einsatzkräfte das Schilf auseinander und wälzten es um. Anschließend löschten sie den Brand. Wäre die Feuerwehr schneller am Einsatzort gewesen, hätte der Brand wohl eher eingedämmt werden können, vermutet Paul. Laut Polizei brannte am Inn eine Fläche in der Größe eines Fußballfeldes ab.
Die Feuerwehrleute waren etwa sieben Stunden beschäftigt. Im Einsatz waren rund 60 Personen der Wasserburger Wehr und Wasserwacht, der Feuerwehr Bachmehring, der Polizei, der Drohnenstaffel der Johanniter und des Rettungsdienstes. Die Zusammenarbeit der verschiedenen Hilfskräfte habe gut funktioniert und sei „sehr wichtig“ gewesen, betont Paul.
Keine Hinweise auf
Fremdverschulden
Die Polizei Wasserburg hat den Brand aufgenommen. „Derzeit liegen keine Hinweise auf ein Fremdverschulden vor“, sagt Polizeihauptkommissar Markus Steinmaßl. Im Moment herrsche hohe Waldbrandgefahr. Dementsprechend könne es zu einem Feuerausbruch kommen. Erst vergangene Woche kam es auch in Babensham und St. Christoph in der Gemeinde Steinhöring zu einem Waldbrand.