Rosenheim – Zwei hochmotorisierte BMW mit niederländischen Kennzeichen sind auf der A8 bei Rosenheim aus dem Verkehr gezogen worden, nachdem ihre Fahrer zuvor mit riskanten Manövern aufgefallen sein sollen. Der Vorfall ereignete sich am Dienstag, 24. März, im morgendlichen Berufsverkehr südlich von München.
Nach Angaben der Verkehrspolizeiinspektion Rosenheim fielen die beiden BMW der Modellreihe M3 bereits auf der A99 im Bereich der Anschlussstelle Haar durch eine aggressive und teils gefährliche Fahrweise auf. Die Fahrer, zwei Niederländer im Alter von 24 und 25 Jahren, sollen anderen Verkehrsteilnehmern dicht aufgefahren, verbotswidrig rechts überholt und ihre Fahrzeuge immer wieder stark beschleunigt haben. Ein Zeuge meldete die beiden Männer daraufhin dem Polizeinotruf.
Illegales Rennen mit weit mehr als 220 km/h
Wegen der hohen Geschwindigkeiten von laut Polizei teilweise weit über 220 km/h konnten Beamte der Verkehrspolizeiinspektion Rosenheim die beiden Wagen erst im Bereich Rosenheim stoppen. Zuvor hatte eine nachfahrende Streifenbesatzung die gefährliche Fahrweise der beiden Fahrer dokumentiert. Die zuständige Staatsanwaltschaft ordnete laut Mitteilung die Beschlagnahmung der beiden BMW M3 sowie der Führerscheine der Fahrer an. An den Autos stellten die Beamten augenscheinlich unerlaubte technische Veränderungen fest. Die Männer müssen sich nun wegen des Verdachts eines verbotenen Kraftfahrzeugrennens und mehrerer weiterer Delikte verantworten.
Gefährdeter Mini-Fahrer könnte helfen
Im Zusammenhang mit dem Fall bittet die Verkehrspolizeiinspektion Rosenheim um Zeugenhinweise. Gesucht werden insbesondere Verkehrsteilnehmer, die am Dienstag, 24. März, zwischen 7.45 Uhr und 8.20 Uhr auf der A99 im Bereich München-Ost oder auf der A8 in Richtung Salzburg unterwegs waren und von einem weißen und/oder schwarzen BMW mit gelbem niederländischem Kennzeichen gefährdet oder genötigt wurden. Besonders im Fokus steht dabei der Fahrer eines Pkw Mini, der nach Zeugenaussagen im Bereich Haar von den beiden BMW gefährdet worden sein soll. Hinweise nimmt die Verkehrspolizeiinspektion Rosenheim unter der Telefonnummer 08035/90680 entgegen.