Großbrand vernichtet wertvolle Oldtimer

von Redaktion

In der Nacht auf Dienstag ist es in der Fraunhoferstraße in Rosenheim zu einem Brand von mehreren Garagen gekommen. Mehrere Fahrzeuge wurden ein Raub der Flammen.

Der Großbrand verursachte massiven Schaden. Im Einsatz waren 65 Feuerwehrleute.

Rosenheim – In der Luft liegt der intensive Geruch von verbranntem Holz. Der Boden ist mit einer weißen Schicht Löschschaum bedeckt. Immer wieder bleiben Passanten stehen, schütteln den Kopf, sind sichtlich geschockt von dem Bild, das sich ihnen bietet. „Wir wollten eigentlich zum Friedhof und waren verwundert, dass die Straße gesperrt ist“, sagt einer von ihnen.

„Die schönen Oldtimer – das tut in der Seele weh“

Während sie reden, blicken sie sich um, einige machen Bilder. Sie sehen die ausgebrannten Garagen, den Ruß an den Wänden und die drei Autos, die auf der Straße stehen – darunter zwei Oldtimer. Einen BMW 118i hat es am schlimmsten erwischt. Sitze, Lenkrad und die Mittelkonsole sind komplett geschmolzen. Auch vom Rücklicht ist nicht mehr viel zu erkennen. Einige Meter weiter, direkt am Straßenrand, liegen verbrannte Fahrräder, Mülltonnen und zahlreiche Reifen.

„Das ist Wahnsinn. Die schönen Oldtimer, das tut in der Seele weh“, sagt ein Spaziergänger. Kurz hält er inne, dann setzt er seinen Weg fort. Vorbei an einem älteren Mann, der vor den Garagen steht. Eine davon gehört ihm. Fast alles wurde zerstört. „Ich habe erst am Morgen von dem Brand erfahren. Meine Nachbarin hat mir davon berichtet. Die Sirenen in der Nacht habe ich nicht gehört“, sagt er.

In der Garage stand auch sein Motorrad. Ein Oldtimer. Zudem einige Zelte. Den Schaden schätzt er auf rund 7.000 Euro. „Ich bin einfach fertig“, sagt er.

Flammen griffen auf
angrenzende Garagen über

Am gestrigen Dienstag um kurz nach Mitternacht war es, als die Integrierte Leitstelle über den Brand in der Fraunhoferstraße informiert wurde. Die sofort alarmierten Feuerwehren trafen kurze Zeit später am Einsatzort ein. „Trotz des schnellen und professionellen Eingreifens konnte ein Übergreifen der Flammen auf angrenzende Garagen nicht verhindert werden“, heißt es in einer Pressemitteilung des Polizeipräsidiums Oberbayern Süd.

Im Einsatz waren 65 Einsatzkräfte der Feuerwehren Stadt Rosenheim und Westerndorf St. Peter. „Der Gebäudekomplex ist in Einzelgaragen unterteilt“, erklärt Gregor Häusler vom Amt für Brand- und Katastrophenschutz. Durch den Brandausbruch in der Gebäudemitte seien zwölf weitere Garagen beschädigt worden. Häusler spricht von Brandrauch und Hitze. Die direkt angrenzenden Fahrzeuge – darunter mehrere Pkw, Motorräder und Roller – brannten teilweise komplett aus.

„Die versperrten Garagentore mussten mittels Brechwerkzeug geöffnet werden. Da die Dachkonstruktion durch das Feuer in Mitleidenschaft gezogen wurde, musste im Bereich des Brandausbruches das Blechdach zum Ablöschen einzelner Glutnester geöffnet werden“, erklärt Häusler. Durch ein Abschleppunternehmen seien die verbrannten Fahrzeuge aus der Garage entfernt worden, damit Nachlöscharbeiten stattfinden konnten. Der Einsatz dauerte Häusler zufolge bis 3.30 Uhr. Eine Brandnachschau wurde um 6 Uhr durch die Feuerwehr Rosenheim durchgeführt.

Polizei ermittelt
zur Brandursache

„Nach derzeitigen Erkenntnissen wurde durch das Feuer niemand verletzt“, teilt ein Sprecher des Polizeipräsidiums Oberbayern Süd mit. Der entstandene Sachschaden wird auf einen niedrigen sechsstelligen Eurobetrag geschätzt. Die ersten Maßnahmen vor Ort erfolgten durch die Polizeiinspektion Rosenheim. Noch in der Nacht übernahm die Kriminalpolizei die weiteren Untersuchungen. Die Brandursache ist derzeit noch unklar und Gegenstand der Ermittlungen.

„Es gibt häufig Brände, aber der Schaden hier ist groß“, sagt Heinz Mutter. Er wohnt gegenüber der Garagen und war 42 Jahre lang Berufsfeuerwehrmann. In der Nacht habe er nichts mitbekommen, aber eine Nachbarin habe ihn in der Früh auf den Brand hingewiesen. Er begutachtet die betroffenen Fahrzeuge und den Schaden. „Die Garagen waren geschlossen. „Das dauert, bis man da den Brand bemerkt“, sagt er.

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