Rosenheim – Mit einem festlichen Auftakt und vielen interessierten Gästen hat der soziale Träger „Startklar Rosenheim-Ebersberg“ sein neues Regionalbüro für den Bereich Teilhabe eröffnet. Die Veranstaltung zeigte deutlich: Hier entsteht ein Angebot, das in dieser Form in Deutschland bislang einmalig ist.
Bei der Eröffnung war spürbar: Es herrscht Aufbruchstimmung. Zahlreiche Vertreter aus Jugendhilfe, Sozialarbeit, Bildung und weiteren regionalen Einrichtungen waren gekommen, um die neue Anlaufstelle kennenzulernen. Eröffnungsreden, eine Präsentation und persönliche Gespräche gaben Einblicke in die Arbeitsweise des Teams – die Resonanz der Gäste war durchweg positiv. „Das ist nicht nur ein Projekt – das ist eine echte Brücke für junge Menschen“, hieß es.
Im Mittelpunkt der Veranstaltung stand die Vorstellung des Teams um die Bereichsleitungen Sandra Kaiser und Katrin Kumberger. Ihre Mitarbeitenden kommen aus unterschiedlichen Fachrichtungen – von Sozialpädagogik und Jugendhilfe über Therapie und Beratung bis hin zu Integrations- und Assistenzkräften. Gerade diese Vielfalt bildet das Fundament der Arbeit. Das Ziel: Es sollen unterschiedliche Perspektiven an einen Tisch – darin sieht „Startklar“ die Stärke ihrer Arbeitsweise. Besonders vorgestellt wurde auch die sogenannte „inklusive Task-Force“. Es handelt sich um ein spezialisiertes Team innerhalb des Trägers. Dieses Team kann flexibel und schnell reagieren, wenn junge Menschen in besonders herausfordernden und komplexen Lebenssituationen Unterstützung benötigen – und das rund um die Uhr und 365 Tage im Jahr. Dabei werden kreative Wege ausprobiert und ganzheitlich Ressourcen genutzt. „Dieses Zusammenspiel der verschiedenen Aufgabenbereiche und die Kombination verschiedener Schnittstellen ist deutschlandweit bislang einzigartig“, sagte Kumberger. Ziel sei es, junge Menschen und ihr Umfeld passgenau zu begleiten – individuell, flexibel und mit kurzen Entscheidungswegen. Ein zentrales Merkmal des neuen Angebots ist das individuell abgestimmte Setting für die Klientinnen und Klienten. Statt starrer Programme steht die persönliche Situation jedes Einzelnen im Mittelpunkt. „Jeder Mensch bringt seine eigene Geschichte mit“, so Kaiser während der Präsentation. Und weiter: „Darum brauchen wir Lösungen, die genauso individuell sind.“ Das sei das oberste Ziel, nur so sei echte Hilfe machbar. Ein Punkt, der ihr besonders wichtig ist: die enge Verzahnung zwischen Jugendhilfe und Eingliederungshilfe. Bei „Startklar“ greifen die Angebote dadurch ineinander und ermöglichen eine umfassende Unterstützung, die Brücken baut zu angrenzenden Systemen. Mehrere Teilnehmer, darunter Vertreter von Bezirk Oberbayern, Verfahrenslotsen und Fachärzte wie Psychiater hoben die Bedeutung der regionalen Zusammenarbeit hervor. Sie würdigten das Team und die besondere Arbeitsweise als wichtigen Baustein für die soziale Infrastruktur der Region. Man wolle jungen Menschen trotz schwieriger Umstände echte Chancen eröffnen. Viele Besucher zeigten sich beeindruckt von der Struktur und der Herzlichkeit, mit der das Team seine Arbeit vorstellte. Zum Abschluss der Veranstaltung, die sich als Möglichkeit der Vernetzung verstand, war vor allem eines spürbar: Zuversicht. Zusammen in eine Verantwortungsgemeinschaft für junge Menschen zu gehen. Mit seinem neuen Regionalbüro in Rosenheim möchte Startklar Rosenheim-Ebersberg ein Netzwerk stärken, das über institutionelle Grenzen hinweg wirkt.