Rosenheim – Nach der großen Spannung, sich auf Landesebene mit anderen jungen Musikern in der gleichen Kategorie zu messen, war auch die Freude bei einigen Teilnehmern aus dem Chiemgau und der Region Südostoberbayern riesig: Sie erreichten beim Landeswettbewerb „Jugend musiziert“ in Bamberg einen ersten Preis mit Weiterleitung zum Bundeswettbewerb. Dieser findet vom 21. bis 31. Mai in München und Regensburg statt.
„Wir sind sehr stolz, dass wir mit fünf Ensembles zum Landeswettbewerb gefahren sind, von denen drei einen ersten Preis bekommen haben“, sagt Wolfgang Diem, Leiter der Musikschule Grassau hocherfreut. Der Posaunist und Leiter des Grassauer Blechbläserensembles verweist dabei auf die große Unterstützung durch die Wolfgang-Sawallisch-Stiftung und die Karl und Erna-Eigner-Stiftung. „Wir können damit sehr gut die Freude an der Musik sowie das gemeinsame Musizieren und intensive Proben unterschiedlicher Ensembles fördern, was sich dann bei Wettbewerben wie ‚Jugend musiziert, auszahlt“, sagt Diem. Dazu komme das große Engagement der Lehrkräfte.
Über 24 Punkte und eine Weiterleitung zum Bundeswettbewerb freuten sich zwei Ensembles der Kategorie „Kammermusik für Blechblasinstrumente“: Antonia Fußeder und Johann Schmuck aus Grassau (beide Trompete) sowie Anian Fakler aus Siegsdorf und Kilian Kroiß aus Grassau (beide Posaune); dazu Maximilian Ludwig und Maximilian Schneider aus Grassau (beide Trompete), Naomi Prasser aus Grassau (Horn) und Lukas Kreitmair aus Siegsdorf (Posaune).
Nur knapp dahinter blieben mit 23 Punkten und einem ersten Preis das Blechbläser-Ensemble mit Leopold Fußeder aus Grassau und Elwood Deka aus Marquartstein (beide Trompete), Lukas Schnorr aus Vachendorf (Tenorhorn) und Johannes Walter aus Nußdorf (Posaune).
„Die Jungs haben sich riesig gefreut und waren überglücklich“, berichtet die Mutter Jin über den ersten Preis mit Weiterleitung des Brüderpaars Sebastian (Violine) und Maximilian Rein (Violincello).
Die beiden Traunsteiner hatten die Jury mit der speziell auf sie zugeschnittenen modernen Komposition „Extrakte“ des Traunsteiner Komponisten Patrick Pföß überzeugt. Zustandegekommen war die Kooperation durch eine Anfrage von Sarah Emmert, Violinenlehrerin von Sebastian an der Musikschule Traunstein, bei Pföß. Dieser hatte die Anregung während einer Japan-Reise im Herbst als Grundlage für ein musikalisches Tagebuch aus Kurzkompositionen genutzt. Der fulminante Einstieg der zwölf 20-sekündigen Mikrostücke basiert dabei unter anderem auf „der Erfahrung eines Erdbebens gleich am ersten Tag nach dem Aufwachen“, erzählt Pföß.
Einen ersten Preis mit Weiterleitung zum Bundeswettbewerb erreicht haben auch weitere Gewinner des diesjährigen Regionalwettbewerbs in Traunstein: Aurelia Noichl aus Aschau (Harfe), Christian Maier (Akkordeon) und Juliane Maier (Klavier) aus Bad Aibling in der Kategorie „Akkordeon-Kammermusik“ sowie Maria Borovkova und Ivan-Michael Borovkov aus Bad Reichenhall (beide Trompete) in der Kategorie „Kammermusik für Blasinstrumente“. Ein Ticket für den Bundeswettbewerb gelöst haben mit ihrem ersten Preis auch Alessia und Elena Conrad aus Burghausen (beide Violine) und Eva Lasetzky aus Waldkraiburg in der Kategorie „Kammermusik für Streichinstrumente“. eff