Rosenheim – „Die Waldbegehung der Arge Jagdgenossenschaften im Landkreis Rosenheim fand unter dem Motto „Naturverjüngung und Waldumbau“ statt. Ausrichter der Veranstaltung war die Jagdgenossenschaft Feldkirchen-Westerham. Der Feldkirchner Jagdgenossenschaftsvorsitzende Georg Schnitzenbaumer konnte hierzu Forstdirektor Marius Benner vom AELF Rosenheim, den Vorsitzenden der ARGE Jagdgenossenschaften Franz Schnaiter und die Vorstände der Waldbauernverbände Rosenheim mit Alois Kalteis und Alexander Mayr von Holzkirchen begrüßen. Erfreut zeigte sich Schnitzenbaumer, dass über 40 Vertreter der Jagdgenossenschaften aus beiden Waldbauernverbänden und die heimischen Jäger an der Veranstaltung teilnahmen.
In seiner Einführung ging Georg Schnitzenbaumer in das circa 20-jährige Bemühen der Jagdgenossenschaft Feldkirchen ein, zusammen mit den Jägern für eine gedeihliche Naturverjüngung mit den heimischen Gehölzen zu sorgen. Dies ging nicht immer ohne intensive Diskussionen ab. Nach der kurzen Einführung wurde ein größeres Waldgebiet südlich von Unterwertach und ein Waldgebiet westlich von Oberaufham besichtigt. In beiden Waldgebieten konnte festgestellt werden, dass sich dort seit Jahren erfolgreich eine Naturverjüngung eingestellt hat und dabei auch die Weißtanne und die Buche flächendeckend ohne Verbiss gedeihen.
Vertreter der örtlichen Jägerschaft berichteten, dass sie anfangs skeptisch über die Abschussvorgaben der Vorstandschaft waren, aber heute sehen, dass die beiderseitigen Bemühungen von Erfolg gekrönt sind. Die Waldbesitzer sehen eine hervorragende Naturverjüngung und die Jäger können trotzdem einen hohen Abschuss erreichen, da das Wild in den 15- bis 20-jährigen Naturverjüngungen beste Einstände findet.
Forstdirektor Marius Benner war angetan von den vor Ort ersichtlich guten Ergebnissen der Naturverjüngung, die gleichzeitig auch die Basis für einen erfolgreichen zukunftsfähigen Wald ist.
Er gab den Waldbesitzern auch den Rat, bei der ersichtlich hervorragenden Naturverjüngung dem Jungwuchs auch genügend Raum und Licht für eine gute Entwicklung zu geben. Er stellte auch deutlich fest, dass der Wildverbiss in Naturverjüngungsflächen einen erheblichen finanziellen Verlust für den Waldbesitzer bedeutet. Er sprach auch noch eingehend die staatlichen Fördermöglichkeiten für den Waldumbau an. Der Vorsitzende der Arge Jagdgenossenschaften, Franz Schnaiter, lobte ausdrücklich die Arbeit der örtlichen Jäger und stellte fest, dass bei den besichtigten Wäldern der klare Beweis vorliegt, dass auch in dichter besiedelten Gebieten mit einem hohen Freizeitdruck die Naturverjüngung und der Waldumbau erfolgreich gemeistert werden können. Basis für einen derartigen Erfolg sei auch ein gedeihliches Zusammenarbeiten zwischen Jagdgenossenschaft und Jägerschaft ohne die gewünschten Ziele zu vernachlässigen.