Kiefersfelden/Rosenheim – Die Rosenheimer Bundespolizei hat am vergangenen Wochenende im Rahmen der Grenzkontrollen bei Kiefersfelden mehrere gesuchte Personen gefasst. Die Männer aus Gambia, Kroatien, Bulgarien, Polen und Eritrea befinden sich mittlerweile im Gefängnis.
In der Nacht von Sonntag auf Montag kontrollierten Bundespolizisten einen gambischen Businsassen. Der 27-Jährige verfügte nicht über die für eine Einreise notwendigen Papiere. Mithilfe seiner Fingerabdrücke fanden die Beamten zudem heraus, dass es sich um einen von den Justizbehörden in Augsburg, Traunstein und Kempten gesuchten Mann handelt. Wegen Beleidigung, Verwendens von Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen sowie versuchter unerlaubter Einreise hatte der 27-Jährige Justizschulden in Höhe von insgesamt rund 4.100 Euro. Mangels finanzieller Möglichkeiten muss er für knapp 330 Tage in Haft. Er wurde in die Justizvollzugsanstalt Bernau eingeliefert.
Ebenfalls am Wochenende wurde ein 26-jähriger Kroate kontrolliert, der als Beifahrer in einem Pkw unterwegs war. Gegen ihn lagen unter anderem ausstehende Bußgeldzahlungen sowie Strafbefehle wegen Fahrens ohne Fahrerlaubnis und Körperverletzung in Höhe von insgesamt 3.000 Euro vor. Zusätzlich hatte das Amtsgericht Fürstenfeldbruck Untersuchungshaft gegen ihn angeordnet, da er beschuldigt wird, 2024 eine gefährliche Körperverletzung begangen zu haben – er wurde ebenfalls nach Bernau gebracht.
Ein 37-jähriger Bulgare, der in einem Auto mitfuhr, konnte eine Geldstrafe von 4.360 Euro nicht zahlen und muss deshalb 109 Tage in Haft in Bernau. Ein 36-jähriger Pole, der ebenfalls bei den Kontrollen überprüft wurde, wurde wegen drei Strafbefehlen – wegen Fahrens ohne Fahrerlaubnis, Urkundenfälschung und Verstoßes gegen das Waffengesetz – gesucht. Da er die fälligen 5.800 Euro nicht aufbringen konnte, lieferten die Beamten ihn in eine Justizvollzugsanstalt Traunstein ein.