Die Sonne schiebt sich langsam hinter den dunklen Wolken hervor. Manchmal gibt es auch im Leben Zeiten, in denen alles schwer, grau und wie festgefahren erscheint. Und doch, die Sonne ist da, selbst wenn wir sie gerade nicht sehen können. In Momenten von Erschöpfung oder Depression kann man nicht sofort wieder hell werden. Selbst im Leid liegt die Frage nach dem Sinn verborgen, wofür es sich zu leben lohnt. Und mit ihr die Möglichkeit, dem Leben stets ein „Ja“ zu geben. „Das Licht scheint in der Finsternis und die Finsternis hat es nicht erfasst,“ heißt es im Prolog des Johannesevangeliums. Dieser Satz trägt mich. Nicht jeder Tag ist der große Durchbruch. Aber ein kleiner Lichtstrahl reicht. Auch wenn wir die Sonne gerade nicht sehen, sie ist verlässlich da.Foto H. Reiter