Rosenheimer (45) schwebt in Lebensgefahr

von Redaktion

Schwerer Unfall an Abzweigung Rinsersee

Söchtenau/Prutting – Die Wucht muss brutal gewesen sein. „Es war gleich klar, dass es vermutlich Schwerverletzte gibt – allein schon, wenn man sich die massiven Deformationen der Fahrzeuge angeschaut hat“, sagt Johann Hell. Gegen 7.30 Uhr wurden der Kommandant der Feuerwehr Prutting und seine Kameraden am vergangenen Montagmorgen auf die Staatsstraße 2360 nach Söchtenau alarmiert. Kurz zuvor waren dort zwei Fahrzeuge nicht weit von der Abzweigung zum Rinsersee zusammengeprallt. Ein 38-jähriger Mann aus Rosenheim war zusammen mit seinem Beifahrer (45) auf dem Weg nach Söchtenau, als er mit seinem Auto plötzlich nach links auf die Gegenfahrbahn geriet. Im selben Moment fuhr eine 47-jährige Frau aus Eggstätt in Richtung Prutting. Ausweichen konnte sie dem Fahrzeug des Rosenheimers nicht mehr. Ihr Auto krachte mit voller Wucht frontal in die rechte Fahrzeugseite des 38-Jährigen – genau dort, wo der 45-Jährige saß. Dieser erlitt so schwere Verletzungen, dass er mit dem Hubschrauber in ein Krankenhaus geflogen werden musste. „Es besteht Lebensgefahr“, teilt Polizeihauptkommissar Robert Maurer mit.

Das sei auch nach wie vor so, betont der Polizist am gestrigen Dienstag. Es gebe zwar leicht positive Nachrichten aus dem Krankenhaus, die Ärzte kämpften aber weiterhin um sein Leben. Auch die Frau aus Eggstätt wurde bei dem Zusammenprall schwer verletzt, Lebensgefahr bestehe aber nach Informationen der Mediziner nicht, sagt Maurer. Der 38-jährige Fahrer aus Rosenheim habe „leichtere beziehungsweise mittlere Verletzungen“ davongetragen. Warum er auf die andere Fahrbahnseite gefahren ist, sei Gegenstand der Ermittlungen. Derzeit werde mit der Staatsanwaltschaft geklärt, ob aufgrund der Schwere der Verletzungen noch ein Gutachten des Unfalls angefertigt wird. Zudem stünden – sobald wie möglich – weitere Vernehmungen der Beteiligten und möglicher Zeugen an. Aus diesem Grund bittet Robert Maurer auch alle Personen, die den Zusammenprall beobachtet haben, sich bei der Polizei zu melden.

An der Stelle will Feuerwehrkommandant Johann Hell auch die Ersthelfer am Unfallort loben. „Das war vorbildlich“, betont er. Die ganze Familie eines angrenzenden Hofs habe sich bereits um die Verletzten gekümmert, als die Feuerwehr eintraf. Hilfreich sei auch gewesen, dass keiner der Unfallbeteiligten in einem der Fahrzeuge eingeklemmt wurde. Der Schaden liegt bei rund 45.000 Euro. An einen ähnlich schweren Unfall kann sich Johann Hell nicht erinnern. Als besonders unübersichtlich oder gefährlich gelte die Stelle nicht. Julian Baumeister

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