Erneuter Unfall auf B304: Rufe nach Kreisverkehr werden lauter

von Redaktion

Wasserburger Polizeichef erachtet Verbesserung an der Stelle für wünschenswert – Bürgermeister Konrad Linner zeigt sich optimistisch

Amerang – Schon wieder Sirenenalarm am späten Dienstagabend: Zusammen mit umliegenden Wehren wurde die Feuerwehr Evenhausen einmal mehr an die Kreuzung an der B304 in Stephanskirchen gerufen.

Ein Waldkraiburger, der die Kreuzung mit seinem Pkw überquerte, übersah laut Polizei ein von links kommendes, vorfahrtsberechtigtes Fahrzeug eines 52-jährigen Mannes aus Obing. Mehrere Personen wurden bei dem Crash verletzt, es musste ein Rettungshubschrauber angefordert werden. Die Straße war für knapp zwei Stunden vollständig gesperrt.

Die Polizei Wasserburg hat die Ermittlungen zur genauen Unfallursache aufgenommen. Wie es den Verletzten geht, entzieht sich zum gegenwärtigen Zeitpunkt der Kenntnis der Beamten. Beide Fahrzeuge wurden bei dem Aufprall massiv beschädigt, sodass ein erheblicher wirtschaftlicher Schaden entstanden ist. Erst Anfang März war die Stelle schon Schauplatz eines Unfalls geworden: Ein 81-jähriger Motorradfahrer fuhr trotz Stoppschild in den Kreuzungsbereich auf die Bundesstraße und wurde dabei von einem Auto erfasst.

Wie Wasserburgs Polizeichef Markus Steinmaßl erklärt, ist eine Verbesserung an der Stelle wünschenswert. „Die Daten über Einsätze sind bekannt und liegen der Unfallkommission vor. Eine Entschärfung ist sicherlich begrüßenswert aus Polizeisicht, damit die Zahl der Unfälle eingegrenzt werden kann. Welche Art der Ausführung aber schlussendlich die richtige ist, entscheidet die zuständige Unfallkommission.“

Das Staatliche Bauamt Rosenheim hat indes zugesichert, dass in Stephanskirchen ein Kreisverkehr entstehen soll. Amerangs Bürgermeister Konrad Linner weiß: Die Planungen dafür laufen.

Aber: „Noch gibt es nichts Konkretes oder Neues. Meines Wissens sind die letzten Grunderwerbsabschlüsse nicht getätigt. Sobald die Unterschriften auf Papier sind, bin ich zuversichtlich, dass wir an dieser gefährlichen Kreuzung eine Entschärfung bekommen.“

Kurzfristige bauliche Maßnahmen zur Entschärfung der Kreuzung seien indes keine Option in den Augen Linners. Er zeigt sich weiter optimistisch: „Die Planungen für den Kreisel stehen. Ich gehe schon davon aus, dass wir im Herbst mit dem Bau starten können, um die Unfallproblematik an der Stelle zu lösen.“

Marina Birkhof

Artikel 7 von 11