18-Jähriger stirbt bei schwerem Unfall

von Redaktion

Zu einem folgenschweren Unfall ist es am Montagabend im Gemeindebereich Griesstätt gekommen. Die traurige Bilanz: ein Toter, zwei Verletzte und eine einsturzgefährdete Kapelle. Die Feuerwehr berichtet von einem herausfordernden Einsatz.

Griesstätt – Bei Griesstätt sind am Montagabend zwei Autos kollidiert. Ein Wagen krachte in der Folge in eine Kapelle am Wegesrand. Für einen 18-Jährigen kam jede Hilfe zu spät.

Wie die Polizei Wasserburg berichtet, waren die beiden Fahrzeuge gegen 20.45 Uhr im Bereich des Weilers Haid aus noch ungeklärter Ursache zusammengestoßen. Durch die Wucht des Aufpralls wurde eines der Autos in die Kapelle geschleudert.

Trümmerteile klemmten den Fahrer, einen Heranwachsenden aus dem Landkreis Rosenheim, und dessen 18-jährigen Beifahrer aus Rosenheim ein. Letzterer verstarb noch am Unfallort. Der 64-jährige Fahrer des zweiten Pkws erlitt nach Polizeiangaben leichte bis mittelschwere Verletzungen.

Georg Weiderer, Kommandant der Griesstätter Wehr, berichtet von einem herausfordernden Einsatz. Denn zunächst war die Unfallstelle unbekannt. Per E-Call waren die Feuerwehren alarmiert worden, fälschlicherweise zu einem Einsatzort bei Vogtareuth. Erst anschließend habe sich herausgestellt, dass es sich um den Weiler Haid bei Griesstätt gehandelt habe.

Dank einer vorherigen Besprechung für das anstehende 155-Jahr-Fest der Feuerwehr sei die Mannschaft aber sehr schnell und stark ausgerückt, so Weiderer. „Die Sirene hat noch nicht aufgehört, da saßen wir schon im Auto“, berichtet der Kommandant.

Als schwierig gestaltete sich der Einsatz auch aufgrund der stark einsturzgefährdeten Kapelle in Haid. Mögliche Trümmer hätten hier auch die Feuerwehrmannschaft bedroht.

Über die Öffnung der Tür konnte schließlich der Fahrer des Pkws befreit und an den Rettungsdienst übergeben werden. Mit dem Rettungshubschrauber wurde er ins Krankenhaus gebracht. Seine Verletzungen sind laut Polizei schwer, aber nicht lebensgefährlich. Für den 18-jährigen Beifahrer aus Rosenheim kam allerdings jede Hilfe zu spät; er verstarb noch an der Unfallstelle.

Die Kapelle in Haid ist weiterhin einsturzgefährdet, sie wurde mit einem Bauzaun abgesichert. Der genaue Unfallhergang wird durch die Polizei Wasserburg ermittelt, die zuständige Staatsanwaltschaft Traunstein, Zweigstelle Rosenheim, hat ein unfallanalytisches Gutachten zur Klärung des Unfallhergangs in Auftrag gegeben.

Neben Polizei, Rettungsdienst und Feuerwehr Griesstätt waren auch die Feuerwehren Vogtareuth und Zaisering im Einsatz.

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