Raubling – Josef Vögl, Konrektor der Michael-Ende-Schule (MES), schickte bei der zehnten Auflage des Benefizlaufes rund 400 Kinder und Jugendliche auf die Strecke, um für einen sozialen Zweck Geld zu sammeln. Die Idee dahinter, die seit vielen Jahren im Zweijahresrhythmus von der MES umgesetzt wird, lautet:
Das Motto „Kinder helfen laufend“ eignet sich ausgezeichnet, um die Themen soziales Engagement und sportliche Betätigung miteinander zu verknüpfen. Beim Lauf kam es nicht auf Geschwindigkeit oder eine vorgeschriebene Mindestlaufzeit an, sondern nur auf die zurückgelegte Strecke. Die Schüler hatten sich im Vorfeld des Benefizlaufes ihre persönlichen Sponsoren, die einen beliebigen Betrag pro gelaufenem Kilometer spenden, gesucht.
Anfeuerungsrufe
der Angehörigen
Je gelaufener Runde, rund einen Kilometer lang, gab es ein Gummibändchen an den Arm, damit die Anzahl ermittelt werden konnte. Für die Läufer wurde für jede Menge Getränke gesorgt, darum kümmerten sich sorgfältig die Neunt- und Zehntklassler. Der MES-Elternbeirat hatte ein leckeres Frühstücks- und Brotzeitbuffet vorbereitet, zur Stärkung nicht nur der Schülerinnen und Schüler, sondern auch für die zahlreichen Angehörigen, die mit Anfeuerungsrufen und Beifall die „Spendenläuferinnen und -läufer“ motivierten. „Guad und lustig“, fand es beispielsweise Bene aus der Klasse 1c, die als eine der ersten Klassen an den Start ging, gab aber auch zu bedenken, „dass mehrere Runden ganz schön anstrengend seien.“ Trotz Kniebeschwerden ließ es sich Emil aus der Klasse 2c nicht nehmen, biss auf die Zähne und schaffte immerhin zwei Kilometer für den sozialen Zweck. Respekt. Er war nicht der einzige Teilnehmer, der mit einer kleinen Blessur an den Start ging, auch aus der achten Klasse war Katharina R. leicht am Knie gehandicapt, ließ sich aber nicht abhalten, um für den sozialen Zweck elf Kilometer zu bewältigen, der Ehrgeiz und der Eifer trieben auch sie zur persönlichen Höchstleistung an. Zwischendurch war Schulleiter Rektor Markus Beham mit dem Rad auf dem gesamten Rundkurs unterwegs, um sich ein Bild hautnah vom sportlichen Treiben zu machen. Start und Ziel war das Inntalstadion, der Rundkurs über 1.000 Meter ging auch über einige Straßen im Wohngebiet Siedlung. Mittendrin statt nur dabei war als einzige Lehrkraft Claudia Huber, die Klassenleiterin der 2b. „Es ist einfach schön in der Gemeinschaft zu laufen, das motiviert nicht nur die Kinder“, sagte sie noch etwas schwer atmend, schließlich hat sie beachtliche zehn Runden, entspricht zehn Kilometer, auf Schusters Rappen zurückgelegt. „Mit meinen Schülern war es ein Wetteifern um die Anzahl der Gummibänder, wessen Arm letztendlich mit den meisten geziert war, einer spornte die anderen an“, schmunzelt sie. Nach einem Zwischenfazit kann Konrektor Josef Vögl berichten, dass 18 gelaufene Runden aus den Reihen einer zweiten Klasse ein bemerkenswerter und kaum für möglich gehaltener Spitzenwert sei. Noch mehr Runden seien ihm nicht bekannt, beziehungsweise von den Schülerinnen und Schülern gemeldet worden. „Ich habe zwölf Gummibändchen am Arm und hätte schon noch mehr sammeln können, musste aber aufhören, damit die nächsten Teilnehmer aus den höheren Klassen an den Start gehen können“, sagte Fabio B. aus der 2. Klasse noch voller Ehrgeiz, nachdem er zwölf Kilometer laufend für den sozialen Zweck zurückgelegt hatte. Womöglich hätte dann der bis dahin aufgestellte Rekord von 18 Runden gewackelt.
Egal, wer wie viele Runden geschafft hat, der gemeinsame Erfolg zählt, das soziale Engagement verbunden mit der sportlichen Betätigung ragt heraus, Gewinner sind alle, vor allem auch die begünstigten Institutionen. Wenn die Kinder ihre Spendengelder abgeliefert haben, soll der Gesamtbetrag an folgende Institutionen verteilt werden: Tafel Raubling, Inntalhilfe (Hilfe für behinderte Kinder und Jugendliche im Inntal), Förderverein der Kinderklinik Rosenheim – Klinik Clowns und für die Michael-Ende-Schule als Zuschuss für einzelne Schüler und Schülerinnen, deren Eltern Probleme haben, beispielsweise eine Klassenfahrt oder andere kostenpflichtige Schulveranstaltungen zu finanzieren.
12.000 Euro
als Leitmarke
Beim letzten Spendenlauf vor zwei Jahren sind stolze 12.000 Euro zusammengekommen und konnten gespendet werden. Das Einsammeln der „Sponsorengelder“ in den vielen Schulklassen nimmt noch einige Zeit in Anspruch. Die Schulleitung hofft wieder auf ein ähnliches Ergebnis, das mit Spannung erwartet wird.