Rosenheim/Landkreis – Die traditionelle Viertagesfahrt der Interessengemeinschaft aller Krieger-, Veteranenvereine und Soldatenkameradschaften des Landkreises Rosenheim (IG-Rosenheim), mit jährlich wechselnden Zielen im In- und Ausland, führte kürzlich in das nördliche Harzvorland. Einen festen Programmteil dieser jährlichen Frühjahrsveranstaltung bildet der Besuch eines Soldatenfriedhofs des Volksbunds Deutsche Kriegsgräberfürsorge mit Gedenkstunde und Kranzniederlegung als kulturellen Höhepunkt jeder Fahrt.
In Quedlinburg wurden die Mitfeiernden als „Boten der Erinnerung“ bezeichnet und diejenigen, die den nachfolgenden Generationen erklären, was es bedeutet, für Freiheit, Sicherheit und Frieden einzustehen.
Mit einem Sonderzug machten sich 620 Reiseteilnehmer, Männer und Frauen aus dem ganzen Landkreis Rosenheim, auf den Weg in den Harz in Sachsen-Anhalt. 13 Reisebusse ermöglichten einen reibungslosen Programmablauf.
Die Gedenkfeier mit Kranzniederlegung auf dem Soldatenfriedhof in Quedlinburg war dabei der Höhepunkt der Reise.
Von 13 Vereinsfahnen feierlich umrahmt und von der seit 15 Jahren aus Niklasreuth mitgereisten Blaskapelle musikalisch gestaltet, zelebrierte Pfarrer Michael Nagel zusammen mit den beiden Lektorinnen Hannerl Weiderer und Irmi Winklmair eine Gedenkandacht für alle Kriegsopfer. In ihren Reden machten sowohl Pius Graf als Obmann der Interessengemeinschaft als auch Michael Busch als Vertreter der Stadt Quedlinburg auf die Bedeutung des Weltfriedens und der Völkerverständigung aufmerksam. Der Zentralfriedhof Quedlinburg ist nicht nur ein Ort der Stille, sondern auch ein Zeichen von Traditionspflege und Gedenkkultur. Die feierliche Kranzniederlegung zeugt von Respekt, Dankbarkeit und unvergänglicher Erinnerung an alle gefallenen und vermissten Soldaten beider Weltkriege, die im Einsatz ihr Leben ließen oder von ihren Familien vermisst werden. In diesem Zusammenhang und von der Gedenkfeier tief beeindruckt wurde das stolze Ergebnis von 3.200 Euro für den Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge gesammelt. Nahezu als Pflichtprogramm des nächsten Tages zählte die Besichtigung von Wernigerode.
Ein durchaus beeindruckendes Erlebnis und adrenalingeprägter Besuchermagnet war der Besuch der Rappbodetalsperre, der größten Trinkwassertalsperre Deutschlands, mit der Möglichkeit zur Überquerung der knapp einen halben Kilometer langen Fußgängerbrücke. Das insgesamt 483 Meter lange und rund 100 Meter über dem Talboden liegende Bauwerk gehört zu den längsten Fußgängerhängebrücken der Welt; vor allem erwähnenswert ist, dass sie mit 458,5 Metern die längste freischwebende Strecke aller Hängebrücken ihrer Bauart aufweist.
Auf der Rückfahrt mit dem Sonderzug ab Halle war für Pius Graf die beste Gelegenheit, sich sowohl als Obmann der Interessengemeinschaft wie auch als Organisator bei allen Teilnehmern zu bedanken. Nicht vergessen wurde der Dank an die unermüdlichen Servicekräfte für ihren kulinarischen Einsatz sowie an alle Busbetreuer. Einen besonderen Applaus erhielten die 13 Fahnenabordnungen, die sich zusätzlich zu ihrem persönlichen Reisegepäck auch mit den Vereinsfahnen abmühen mussten. Pius Graf erinnerte daran, dass sich Interessenten über www.ig-rosenheim.de/unsere-interessengemeinschaft zur nächsten Viertagesfahrt mit einem Sonderzug informieren können. prj