Schloss Brannenburg meldet Insolvenz an

von Redaktion

Inntaler Internat schließt – 43 Mitarbeiter betroffen – Hohe Betriebskosten für historisches Gebäude

Brannenburg – Das Institut Schloss Brannenburg GmbH hat Insolvenz angemeldet. Wie die Einrichtung mitteilt, hat sie beim zuständigen Amtsgericht Rosenheim einen Insolvenzantrag gestellt.

Das Gericht bestellte Dr. Harald Schwartz von Schwartz Rechtsanwälte aus München als vorläufigen Insolvenzverwalter.

Der Schulbetrieb wird vorerst fortgeführt, um den Schülern einen geordneten Abschluss des laufenden Schuljahres zu ermöglichen. „Unser Ziel ist es, den Schulbetrieb bis zum Ende des Schuljahres stabil aufrechtzuerhalten und für alle Beteiligten eine möglichst geordnete Lösung zu gewährleisten“, erklärte Dr. Schwartz. Im neuen Schuljahr werde es keinen Regelbetrieb mehr geben – der Schulbetrieb ende nach dem laufenden Schuljahr im August.

Das Institut Schloss Brannenburg betreibt eine staatlich anerkannte Realschule sowie eine Fachoberschule. Zur Philosophie der Bildungseinrichtung gehörten eine persönliche Betreuung der Schüler in kleinen Klassengrößen sowie eine hochwertige Verpflegung durch eine hauseigene Küche. Von der Insolvenz sind insgesamt 43 Mitarbeiter betroffen, darunter 25 Lehrkräfte. Die Löhne und Gehälter sind über das Insolvenzgeld für einen Zeitraum von drei Monaten gesichert.

Als Ursachen für die wirtschaftliche Krise nennt die Einrichtung insbesondere rückläufige Schülerzahlen sowie hohe laufende Kostensteigerungen der vergangenen Jahre, die zuletzt nicht mehr durch entsprechende Einnahmen gedeckt werden konnten.

Rechtsanwalt Joachim Walterscheid und sein Team von der Walterscheid Rechtsanwaltsgesellschaft für Restrukturierung mbH unterstützten die Verantwortlichen und berieten insolvenzrechtlich im Vorfeld der Antragstellung.

Die Institutsleitung erklärte: „Bedauerlicherweise ist das Konzept einer privaten Realschule in der heutigen Zeit nicht mehr tragbar. Wir standen schon immer vor der Herausforderung, den Spagat zwischen Wirtschaftlichkeit und Erfüllung unseres pädagogischen Auftrages zu schaffen.

Die steigenden Betriebskosten unseres historischen Gebäudes und die sinkende Auslastung bei den Schülerzahlen haben uns daher gezwungen, diesen Schritt zu gehen.

Es entspricht unserer festen Überzeugung, dass die Bildung und individuelle Entwicklung der Schülerschaft nicht unter der wirtschaftlichen Situation der Schule leiden dürfen. Wir sehen uns daher auch in der Pflicht, den Internats- und Schulbetrieb zu schließen, bevor wir dieser wichtigen gesellschaftlichen Aufgabe nicht mehr gerecht werden können.“ Die weiteren Schritte erfolgten im Rahmen des vorläufigen Insolvenzverfahrens.

Die Institutsleitung ergänzte: „Uns ist wichtig, dass die Schülerinnen und Schüler ihr Schuljahr planmäßig abschließen können.“

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