Vermisster Flieger gefunden

von Redaktion

31-Jährigen in Mannheim aufgegriffen

Brannenburg/Bayrischzell – Am gestrigen Freitag erreichte die gute Nachricht Polizei und Rettungsteams: Der 31-jährige Mann aus Trier wurde in Mannheim gefunden. Er ist körperlich unversehrt. „Gott sei Dank, er lebt!“ Die Reaktion von Karin Walter, Leiterin der Polizeiinspektion Brannenburg, beschreibt die Erleichterung aller Retter, die zwei Tage lang am Sudelfeld unter widrigen Witterungsbedingungen nach dem vermissten Drachenflieger suchten. Auch Dominikus Wuttig von der Bergwacht Bayrischzell atmet auf: „Egal, wo und wie er gefunden wurde. Hauptsache, er lebt.“

Dass der 31-Jährige aus Trier gefunden wurde, ist ein Zufall. „Passanten hatten die Mannheimer Polizei angerufen, weil ihnen im Stadtgebiet ein Mann mit ungewöhnlichem Verhalten aufgefallen war“, informiert Stefan Sonntag vom Polizeipräsidium Oberbayern Süd. Bei der Kontrolle sei den Beamten aufgefallen, dass es sich um den vermissten Drachenflieger vom Sudelfeld handelt. Aufgrund seiner Verhaltensauffälligkeiten sei er vorübergehend in Gewahrsam genommen worden. „Nun geht es darum, dass er schnellstmöglich die notwendige fachärztliche Hilfe erhält“, betont Sonntag.

Noch nicht zu Geschehnissen befragt

Noch konnte der junge Mann nicht zu den Geschehnissen an der Walleralm befragt werden. Daher ist noch immer nicht bekannt, was am Sudelfeld vorgefallen ist, warum er seinen Drachen und sein Auto zurückließ oder auf welchem Weg er nach Mannheim gelangte. Die Polizei nahm Fluggerät und Fahrzeug zur Eigentumssicherung in Verwahrung.

Polizei und Bergwacht haben zwei Tage lang mit einem Großaufgebot an Kräften vergeblich nach dem 31-Jährigen gesucht. Parallel dazu wurde die Öffentlichkeitsfahndung vorangetrieben, beispielsweise wurden das familiäre Umfeld des Vermissten sowie Kliniken oder Taxiunternehmen kontaktiert. „Umsonst war die Suche nicht, sie war richtig“, betont Karin Walter, die froh ist, dass es dem jungen Mann gut geht. Für die Polizei gehöre ein solcher Einsatz zum Beruf, für die Bergwacht sei er Ehrenamt. „Wir retten. Wir urteilen nicht“, beschreibt Dominikus Wuttig die Grundeinstellung aller Menschen, die bei Bergwacht, Feuerwehr oder anderen Rettungsorganisationen ehrenamtlich tätig sind.

Wer trägt die Einsatzkosten?

Die zweitägige Vermisstensuche von Beamten der Polizeiinspektionen Brannenburg und Miesbach, der alpinen Einsatzgruppe, der Hubschrauber- und Hundestaffel wird trotzdem auch aus monetärer Sicht beleuchtet. „Das erfolgt im Hintergrund bei jedem Einsatz“, klärt Stefan Sonntag auf. Doch nur wenn ein Einsatz böswillig verursacht wurde, stehe ein möglicher Regress im Raum. Bei gesundheitlichen Problemen müsse der Verursacher nicht mit Kosten rechnen. „Ihnen in Notsituationen zu helfen, gehört zu unseren Aufgaben“, betont Sonntag.Kathrin Gerlach

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