„Engels-Fackel“ macht Station in Rosenheim

von Redaktion

Kinderhospiz-Aktion setzt Zeichen

Rosenheim – Seit 2004 betreut die Stiftung Ambulantes Kinderhospiz München Familien mit unheilbar kranken und lebensbedrohlich schwersterkrankten Kindern, Jugendlichen und junge Erwachsenen. Unterstützung kommt dabei von hauptamtlichen Ärzten, Psychologen, Krankenschwestern und vielen anderen. Ziel ist es, den Familien in schwierigen Zeiten eine feste Stütze zu sein. Das Zentrum Südostoberbayern ist im Jahr 2018 in Rosenheim entstanden und begleitet Familien in den Landkreisen Rosenheim, Altötting, Berchtesgadener Land, Mühldorf und Traunstein. Geboten wird hier alles von der Nachsorge über die Angehörigenberatung bis hin zum familienbegleitenden Kinderhospiz. Das Team arbeitet dabei mit Kliniken, ärztlichen Fachkräften für Kinder- und Jugendmedizin sowie spezialisierten Fachdiensten und Behörden zusammen.

Gemeinsam mit Hospizen, Vereinen, Unternehmen, Unterstützern und Freiwilligen wird derzeit eine symbolische „Engels-Fackel“ bis zum 10. Oktober von Kinderhospiz-Einrichtung zu Kinderhospiz-Einrichtung in Deutschland, Österreich, der Schweiz und Luxemburg getragen. Kürzlich machte nun dieser „Kinder-Lebens-Lauf“ – eine Aktion des Bundesverbandes Kinderhospiz – im Rahmen einer Feier Station in Rosenheim.

„Ein Thema, das oft zu kurz kommt“

Im Beisein zahlreicher Familien, Freiwilliger sowie Rosenheims Zweiten Bürgermeisters Daniel Artmann und der stellvertretenden Landrätin Marianne Loferer überbrachte der Geschäftsführer der Hospiz-Bewegung Salzburg, Christoph Eisl, mit Radfahrern des Vereins „Radeln & Helfen“ aus Garching an der Alz die Fackel an die Mitarbeiter der Rosenheimer Einrichtung.

Nach den Grußworten durch die Zentrumsleiterin Michaela Jenne-Eiser übernahm Daniel Artmann das Wort: „Es zeigt, wie wichtig uns das Thema hier in Rosenheim ist. Seit über sieben Jahren ist das Kinderhospiz bei uns. Es ist leider ein Thema, das in der Gesellschaft und in der Öffentlichkeit oft zu kurz kommt. Es ist auch ein Thema, bei dem Menschen nicht wissen, wie sie damit umgehen sollen“, so Artmann. Deshalb sei die Sensibilisierung für das Thema so wichtig. Mit dem „Kinder-Lebens-Lauf“ und der „Engels-Fackel“ solle ein deutliches Zeichen gesetzt werden, erklärte er.

Abgeschlossen wurde die Aktion mit einem gemeinsamen Pizzaessen für die Familien und Ehrenamtlichen in den Räumen des Stadtjugendrings Rosenheim. eg

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