Lindau/Rosenheim – Die Klein- und Obstbrenner aus dem Raum Rosenheim haben bei der diesjährigen Bayern-Brand-Prämierung ihr Können eindrucksvoll unter Beweis gestellt. Insgesamt konnten die teilnehmenden Brennereien aus der Region zahlreiche Gold- und Silbermedaillen für ihre hochwertigen Destillate erringen und damit die hohe Qualität der heimischen Brennkunst bestätigen. „Sie destillieren nicht nur Früchte, sondern ein Stück bayerischer Identität“, würdigte Bayerns Europaminister Eric Beißwenger die Arbeit der Brenner bei der feierlichen Preisverleihung in Lindau.
Insgesamt waren 110 Kleinbrenner aus den bayerischen Verbänden Franken, Südostbayern und Lindau zur Prämierungsveranstaltung gekommen. Besonders erfolgreich waren die Brennereien aus dem Landkreis Rosenheim:
• Peter und Margot Westner, Hofbrennerei Beim Grazn (Rohrdorf): vier Gold- und eine Silbermedaille,
• Simon Eder, Edelobstbrennerei Eder (Bad Feilnbach): drei Gold- und eine Silbermedaille,
• Balthasar Höfer, Höfers Obstbrände (Bad Feilnbach-Litzldorf): drei Gold- und zwei Silbermedaillen,
• Josef Paul, Brennerei Nockl (Neubeuern): drei Gold-, eine Silbermedaille sowie ein prämiertes Produkt,
• Josef Baumann (Untershofen): eine Gold- und zwei Silbermedaillen,
• Christian Stocker, Brennerei Stocker (Tattenhausen): eine Gold- und drei Silbermedaillen,
• Johann Astner (Neubeuern): vier Silbermedaillen.
Die Bayern-Brand-Medaille gilt als eines der wichtigsten Qualitätssiegel für bayerische Edelbrände.
Für die diesjährige Prämierung reichten 116 Betriebe insgesamt 484 Produkte ein. Darunter befanden sich 400 Brände, 78 Geiste sowie sechs Erzeugnisse aus Mazeration und Destillation. Allein aus Südostbayern wurden 200 Destillate zur Bewertung angemeldet. Im Rahmen eines computergestützten Prüfverfahrens bewerten geschulte Verkoster im Sensorikzentrum der Bayerischen Landesanstalt für Wein- und Gartenbau in Veitshöchheim die eingereichten Produkte sowohl analytisch als auch sensorisch.
„Die bayerische Destillat-Prämierung ist eine Anerkennung für all die Arbeit, die in die Herstellung dieser wunderbaren Produkte gesteckt wurde“, betonte Mathias Krönert, Fachberater für Brennereiwesen und Prüfungsbevollmächtigter der Bayern-Brand-Prämierung. Neben der Bayern-Brand-Prämierung verlieh die Bayerische Staatsregierung bereits zum siebten Mal den Staatsehrenpreis an die zehn besten Brennereien Bayerns. Bayern gilt mit mehr als 4.000 Brennereien als deutsche Hochburg der Brennkunst. Rund 90 Prozent des verwendeten Obstes stammen von heimischen Streuobstwiesen, die nicht nur hochwertige Rohstoffe liefern, sondern auch einen wichtigen Beitrag zum Erhalt der Kulturlandschaft und der Artenvielfalt leisten. „Die Edelbrennerei ist kein Nebenschauplatz der Landwirtschaft, sondern ein echtes Aushängeschild Bayerns – regional, nachhaltig und von höchster Qualität“, sagte Europaminister Beißwenger.