Baubeginn für 2,2 Kilometer lange Fischwanderhilfe am Inn

von Redaktion

Errichtung eines naturnah gestalteten Umgehungsgewässers am Innkraftwerk Rosenheim

Rosenheim – Ende Juni starten die Verbund-Innkraftwerke mit dem Bau der Fischwanderhilfe am Innkraftwerk Rosenheim. Mit dem Projekt wird die ökologische Durchgängigkeit des Inns wiederhergestellt und der angrenzende Naturraum gezielt aufgewertet. Alle erforderlichen Genehmigungen liegen vor.

Die Baustelleneinrichtung beginnt bereits am heutigen Montag. Der Start der Bauarbeiten ist für Montag, 29. Juni, vorgesehen. Errichtet wird ein rund 2,2 Kilometer langes naturnahes Umgehungsgewässer auf der linken Flussseite zwischen der Innbrücke Miesbacher Straße/St 2095 und dem Happingerausee.

Für die Dauer der Bauarbeiten wird der entlang des Stauhaltungsdamms verlaufende Inntal-Radweg auf der linken Seite umgeleitet. Das Baufeld bleibt aus Sicherheitsgründen gesperrt, die Umleitung für den Geh- und Radverkehr wird vor Ort ausgeschildert.

Die entsprechende Verkehrsregelung gilt ab morgen bis zum 31. August 2027. Die Fertigstellung der Hauptarbeiten ist für Juni 2027 geplant, die abschließenden Rekultivierungs- und Restarbeiten für Herbst 2027. Herzstück dieses Ökoprojekts ist die Errichtung eines rund 2,2 Kilometer langen, naturnah gestalteten Umgehungsgewässers auf der linken Uferseite des Inns.

Dank eines mäandrierenden Verlaufs mit unterschiedlichen Fließgeschwindigkeiten und Wassertiefen sollen alle Fischarten und Wasserbewohner die Möglichkeit erhalten, das Kraftwerk zu umschwimmen und dabei einen Höhenunterschied von 8,3 Metern zu überwinden.

Durch Einbau von Kiesbetten, Schotterbänken und Rauhhölzern soll ein attraktiver Lebensraum mit neuen Unterschlupfmöglichkeiten und Laichplätzen entstehen. Mit der Fertigstellung der Fischwanderhilfe wird der bayerische Inn ab 2027 erstmals seit der Errichtung der Kraftwerke vor über 100 Jahren wieder für Fische und die Wasserlebewesen durchgängig sein.

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