Rimsting/Eggstätt – In der Region haben freilaufende Hunde innerhalb weniger Tage gleich zweimal Wildtiere gejagt. Wie die Polizei Prien mitteilt, hetzte am Dienstag, 16. Juni, im Rimstinger Ortsteil Greimharting ein nicht angeleinter Hund am frühen Abend einem Reh hinterher. Die bislang unbekannte Hundehalterin war mit zwei Hunden unterwegs, von denen nur einer an der Leine geführt wurde. Ob das Reh dabei verletzt wurde, ist laut Angaben der Polizei nicht bekannt. Zwei Tage später, am Donnerstag, 18. Juni, riss im Bereich Eggstätt im Wald nahe der Kammerer-Höger-Straße ein kniehoher Hund mit längerem schwarz-braunem Fell ein Rehkitz. Das vermutlich verletzte Jungtier entfernte sich anschließend gemeinsam mit der Ricke vom Ort des Geschehens. Die Hundehalterin in diesem Fall wird als etwa 20 bis 30 Jahre alt beschrieben, sprach bayerischen Dialekt, trug eine Kappe und entfernte sich unmittelbar nach dem Vorfall.
In beiden Fällen besteht laut Polizei ein Anfangsverdacht auf Jagdwilderei sowie Tiermisshandlung beziehungsweise Tiertötung. Die sachbearbeitende Wasserschutzpolizei Prien bittet Zeugen, die Hinweise zu den Vorfällen oder den Hundehalterinnen geben können, sich unter Telefon 08051/90570 zu melden. Zugleich appelliert die Wasserschutzpolizei an Hundebesitzer, besonders in der laufenden Brut- und Setzzeit ihre Hunde konsequent an der Leine zu führen, damit trächtige Tiere und Jungtiere nicht gestört, verletzt oder getötet werden.