Rosenheim – Gelöste Stimmung herrschte bei den Mitgliedern der Freien Wähler, Kreisvereinigung Rosenheim-Land, bei der kürzlich abgehaltenen Jahresversammlung. Kreisvorsitzender und Bezirksrat Sepp Hofer konnte zu Beginn die Bezirksrätin Barbara Stein, den Landtagsabgeordneten Josef Lausch und einige Bürgermeister, Kreisräte und Gemeinderäte begrüßen.
Bei seinem Tätigkeitsbericht stand die Kommunalwahl im März im Mittelpunkt, die ihm zufolge für die Freien Wähler (FW) regional und landesweit sehr erfreulich verlaufen ist.
Hofer bedauerte die verlorene Stichwahl um den Landratsposten. „Das sehr knappe Ergebnis hat aber deutlich gemacht, dass viele Bürger mit der Amtsführung des amtierenden Landrats nicht zufrieden waren und sind“, so Hofer. Landtagsabgeordneter Sepp Lausch ging in seinem Schriftführerbericht ebenfalls auf den erfolgreichen Wahlkampf ein, berichtete über Veranstaltungen und Infostände im ganzen Landkreis und die immer wichtiger werdende Rolle der sozialen Medien, die von den FW im Wahlkampf sehr erfolgreich bespielt worden seien.
Dies, so Hofer, führte dazu, dass in vielen Gemeinden Stimmenzuwächse zu verzeichnen gewesen seien und dass mit Bad Aibling und Raubling in zwei großen Kommunen nun die FW Bürgermeisterinnen stellen können.
Als einzige Partei der Mitte hätten die FW zudem auch im Kreistag einen Sitz hinzugewinnen können, während CSU, ÜWG und Grüne zum Teil erhebliche Verluste zu verzeichnen hatten, konstatierte er. Die FW sind nun gleichauf mit den Grünen mit neun Kreisräten drittstärkste Fraktion im Kreistag, so Lausch.
Kassenwartin Sandra Höß konnte trotz hoher Ausgaben einen zufriedenstellenden Kassenstand verzeichnen. Die Bezirksrätin Barbara Stein berichtete über eine gut besuchte Schulung für alle neuen Gemeinderäte und lud bereits zu einer neuen Schulung für die neuen Gemeinderäte am 16. Juli zum Thema Baurecht ein, die auch unabhängig von einer Mitgliedschaft besucht werden kann.
Als Delegierte zum Parteitag der FW wurden gewählt: Sepp Hofer, Barbara Stein, Sandra Höß, Paul Dirnecker, Jacob Buys, Nepomuk Poschenrieder, Josef Baumann, Simon Frank, Josef Baumann.
Beim Punkt Wünsche und Anträge empörte sich ein Mitglied darüber, dass die FW – trotz Zuwachs beim Wahlergebnis – keinen stellvertretenden Landrat mehr stellen dürften. Er bezeichnete dies als „Rache der CSU, die sich dafür mit den Grünen und der ÜWG ins Bett gelegt habe“. Lausch mochte diese Aussage bei der Veranstaltung nicht kommentieren, wies aber darauf hin, dass die FW bayernweit die Anzahl der Landräte auf 28 verdoppeln konnten. Dass diese Tatsache daher schmerze, sei nachvollziehbar, so Lausch. Nach kurzer Diskussion schloss Vorsitzender Hofer die Jahresversammlung.