Entwicklungen in der Nierenmedizin

von Redaktion

Nephrologietagung in Rosenheim: Neue Erkenntnisse für Behandlungen

Rosenheim – Chronische Nierenerkrankungen nehmen weltweit zu und stellen Medizin und Gesundheitswesen vor wachsende Herausforderungen. Welche neuen Möglichkeiten es in Diagnostik und Therapie gibt, diskutierten rund 100 Ärzte und weitere Fachkräfte bei der 20. Oberbayerischen Interdisziplinären Nephrologietagung im Kultur- und Kogresszentrum Rosenheim. Eingeladen hatte Dr. Andreas Thiele, Leiter der Nephrologie am „Romed-Klinikum“ Rosenheim und leitender Arzt im KfH-Nierenzentrum.

Im Mittelpunkt der Veranstaltung standen aktuelle wissenschaftliche Entwicklungen in der Versorgung chronischer Nierenerkrankungen sowie neue interdisziplinäre Behandlungsansätze. Das Vortragsprogramm behandelte unter anderem moderne Therapien bei chronischen Nierenerkrankungen, genetisch bedingte Nierenleiden sowie die sogenannte Lupusnephritis, eine durch eine fehlgeleitete Reaktion des Immunsystems ausgelöste Entzündung der Nieren. Auch Fragen der Prävention, etwa Impfungen bei Patienten mit Nierenerkrankungen, wurden diskutiert.

Für das Jubiläumstreffen konnten erneut renommierte nationale und internationale Experten gewonnen werden. Zu den Referenten zählten führende Nephrologen deutscher Universitätskliniken sowie ausgewiesene Spezialisten für Autoimmunerkrankungen, darunter Professor Dr. Michael Fischereder, Professor Dr. Lutz Renders und Professor Dr. Hans-Joachim Anders.

Die Bedeutung der Nephrologie werde weiter zunehmen, betonte Thiele. „Chronische Nierenerkrankungen sind global auf dem Vormarsch. Viele lassen sich sehr gut behandeln, wenn Betroffene frühzeitig nephrologisch mitbetreut werden.“ Die Tagung unterstrich damit einmal mehr die Bedeutung der frühen Diagnose und spezialisierten Betreuung für den Behandlungserfolg von Nierenerkrankungen.

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