Schleching – Der historische Berggasthof Streichen hat nach fünfjähriger Sanierung wieder eröffnet. Die Wiedereröffnung konnte nun mit Gästen aus Politik, Kirche, Denkmalpflege und der Region gefeiert werden.
Das Millionenprojekt wurde durch die „Yvonne & Thomas Wilde Familienstiftung“ und die „Stiftung Kultur Erbe Bayern“ ermöglicht, rund 830.000 Euro stammten laut Staatsminister Markus Blume aus öffentlichen Fördermitteln. Für Blume ist der Streichen ein „Seismograf für das Achental“ und ein Vorzeigeprojekt dafür, wie Denkmalschutz und Zukunftstechnologien erfolgreich zusammenfinden könnten. Das ehemalige Mesnerhaus, dessen Geschichte ins 15. Jahrhundert zurückreicht, wurde denkmalpflegerisch restauriert. Ein Anbau aus den 1950er-Jahren wich einem modernen Neubau. Der Gasthof bietet Platz für 90 Gäste in historischen Stuben, 60 weitere im Kaser sowie 140 im Biergarten und elf Gästezimmer. Noch vor der Wiedereröffnung wurde die „Wilde Familienstiftung“ mit dem Bürgerenergiepreis der Regierung von Oberbayern und der Bayernwerk Netz GmbH ausgezeichnet. Bürgermeister Thomas Müllinger sprach von einem „besonderen Feiertag für die Gemeinde“.